Offshore-Leaks – Da fehlen einem die Buchstaben …

©Frank Ulbricht  / pixelio.de

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Das muss man erst sacken kassen, es steht einem der Mund offen, und doch hat man es immer geahnt, irgendwo muss es stecken, jenes Geld, das Staaten fehlt. Und man kann sicher sagen, so einige Länder der EU stünden heute besser da, hätten sie auf dieses Kapital Zugriff gehabt. Eigentum verpflichtet, sagt man oft, einige Menschen scheinen das aber anders zu sehen, nämlich so, dass Staaten verpflichtet sind ihre Eliten, Eigentümer großer Unternehmen, zu retten, samt der Banken, die ihr Vermögen vor dem Fiskus so gut wie möglich verstecken.

Mein ist Meins und Euers ist auch Meins, das scheint die Devise zu sein, derweil solche Gestalten sich vermutlich köstlich über die dämliche Friseuse amüsieren, die es zu nicht mehr geschafft hat, als dämlichen, braven Steuerzahlern für 3,79 die Haare zu schneiden und darüber auch, dass sich ihr Geld irgendwann in Luft aufgelöst hat, wenn die Firmenpleite ansteht. Da fällt mir ein, ich warte nur, dass vielleicht irgendwo bei den Offshore-Leaks der Name Schlecker auftaucht …

All jene, die jetzt enttarnt werden, sind Profiteure eines Steuerrechts, das niemand mehr durchschaut und von gesetzen, die der Politik brühwarm von Lobbyisten als auszulöffelnder Brei vorgesetzt wurde. Es sind Menschen, die vermutlich nicht selten davon profitierten, dass Löhne zurückhaltend verhandelt wurden, dass es Menschen gibt, die über jetzt Werksverträge für sie schuften und aufstocken müssen, somit ihre Unternehmen staatlich finanzieren lassen. Genau das muss der Politik endlich bewusst werden.

Wer hat denn eventuell Gelder noch aus Zypern abziehen können, derweil die Konten für Rentner oder anständige Steuerzahler gesperrt waren. Gazprom vielleicht, Schröders Liebling also? Auch hier will ich gerne die Namen irgendwann veröffentlicht sehen.

Und, wie weiter jetzt, was passiert denen, die so recherchiert haben, dass es Eliten die keine sind, an den Kragen geht? Jagt man sie demnächst, um sie ala Manson und Assange vielleicht lebenslänglich einzuknasten, erklärt man sie eventuell für unzurechnungsfähig und weist sie in die Psychiatrie, weil eine Lobby angetastet wird, von der man lieber die Finger lässt? Man sollte genau hinsehen, jetzt muss dieser Sumpf endlich ausgetrocknet werden, jetzt muss man auch der Banker habhaft werden, die dieses mafiöse System gestützt haben.

Wünschenswert wäre es, vorsorglich einmal alle Konten von Anlegern über 500.000 Euro, und zwar umgehend, bei der Deutschen Bank kaltzustellen, bis Namen auf dem Tisch liegen, dann wäre klar, es ist der Politik ernst. Und nur jene, bei denen Löhne zu zahlen sind, gibt man nach Begründung diese frei, gibt frei für Lieferanten. Jetzt kann man gerne die Kavallerie ausrücken lassen, bevor das Kapital sich neue Wege sucht.

Gut, das wird nicht geschehen, denn man diniert lieber mit denen, die für den Kapitalverkehr sorgen.

Ach ja, man kann gespannt sein, was sich eventuell pfiffige Lobbyisten einfallen lassen, damit ihre Klientel wieder so gut wie ungeschoren davon kommt. Und doch, was über Jahre pgeschehen konnte, das nenne ich kriminell und zumindest für mich hat das mit Kavaliersdelikten nichts mehr zu tun.

In diesem Sinne, es fehlen mir mal wieder die Buchstaben, und ich will beim Suchen auch keinen Herzinfarkt bekommen. Nur so viel, Himmel, bin ich froh, dass ich nicht ständig mit einem schlechten Gewissen und in einer Grauzone leben muss, obwohl solche Menschen ein gewissen gar nicht haben können, Anstand auch nicht. Und was die Erziehung betrifft, mehr als mangelhaft waren da die Kinderstuben wohl kaum. Wenn es auch nicht alle Millionäre betrifft, und bei denen, die ihre Steuern ehrlich zahlen, entschuldige ich nich, so sage ich doch, der Geldsack ist ein Drecksack, pfui Teufel …

©denise-a. langner-urso

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