Pheromone und deren Wirkung auf den Menschen:

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Pheromone sind nicht nur im Tierreich gang und gäbe, sondern spielen genauso bei den Pflanzen eine wertvolle Rolle. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Lock- oder Duftstoffe, die das andere Geschlecht einer Spezies von der Paarungsbereitschaft des anderen in Kenntnis setzen sollen. Darüber hinaus spielen Pheromone eine Rolle bei der jeweiligen Duftnote eines Individuums, der einem chemischen, genetischen Code entspricht. Studien haben ergeben, dass bei der sexuellen Fortpflanzung von Spezies das Geschlecht, welches den Partner auswählt, im Falle der meisten Primaten das Weibchen, auf andersgeschlechtliche Artgenosse die einen möglichst exotischen bzw. unterschiedlichen chemischen und genetischen Fußabdruck besitzen wertlegen. Der Vorteil von genetisch möglichst unterschiedlichen Paaren liegt in der Vielfältigkeit der Erbanlagen der Nachkommen. Je unterschiedlicher die DNA des Elternpaares ist, desto höher ist die Chance auf gesunde Nachkommen mit einem starken Immunsystem und andere Abwehrmechanismen des Tierreichs. So sieht zumindest die Theorie bezüglicher Pheromone in der Tierwelt aus.

Zusätzlich spielen Pheromone eine große Rolle in der Welt der Pflanzen, am eindeutigsten sichtbar bei den Blütenpflanzen. Die Blütenpflanzen, die sich sexuell Fortpflanzen sind auf Insekten zur Bestäubung bzw. zur sexuellen Vermehrung angewiesen. Durch Stoffe wie Pheromone locken verschiedene Pflanzengattungen unterschiedliche Insekten an, die im Gegenzug zu ihrer Leistung den Nektar der Blüte bekommen. Das ist ein sehr gutes Beispiel für eine speziesübergreifende Symbiose, gesteuert durch Pheromone.

Pheromone beim Menschen

Allerdings beschränkt sich die Wirkung von Pheromone nicht ausschließlich auf die Steuerung der Fortpflanzung. Besonders im Tierreich werden Pheromone zur chemischen Kommunikation eingesetzt. Gefühlzustände wie Rivalität, Angst oder Revierabgrenzung lösen in den verschiedensten Tierarten ein chemisches Signal im Individuum aus, sodass andere Artgenossen oder etwaige Rivalen oder Eindringlinge entweder eingeschüchtert sind oder Ihre Dominanz in den Vordergrund stellen. Studien haben beim Menschen ergeben, dass der Schweiß eines Individuums, welches extrem Situationen ausgesetzt ist, z.B. beim ersten Fallschirmsprung für Artgenossen als unangenehm wahrgenommen wird. Als ob eine chemische Nachricht uns über die bevorstehende Gefahr in Kenntnis setzen wolle. So interpretieren die Wissenschaftler die Reaktion der Testpersonen.
Es wird bereits seit den 70er Jahren an der Wirkung von Pheromone geforscht. Besonders interessant sind dabei die Ergebnisse die den menschlichen Sexualtrieb betreffen. Wissenschaftler streiten darüber, ob es eine Wirkung von Pheromonen auf den menschlichen Sexualtrieb gibt. Verschiedene Experimente haben unterschiedliche Ergebnisse geliefert. Deshalb herrscht keine Einigkeit bei den Experten. Allerdings sind sich einige sicher, dass Androstadienone (AND), das sind männliche Pheromon, welche man im Schweiß und im Ejakulats des Mannes findet, sehr wohl einen Einfluss auf das andere Geschlecht, als auch auf das gleiche Geschlecht haben. Frauen fühlen sich davon eher angezogen, während Männer es als Signal für Rivalität wahrnehmen. Das Pheromon, welches die Frauen unbewusst einsetzen ist das Estratetraenol (EST) und kommt im Urin der Frau vor. In einigen Experimenten fühlten Frauen eine Abneigung gegen gewisse EST-Pheromone, während Männer es eher als angenehm wahrnahmen.

Pheromone als Verkaufsschlager

Im Internet, so wie in diversen Geschäften bekommt man Parfums, Deos, Shampoos und ähnliches, die mit unterschiedlichen Pheromonen versetzt wurden. Obwohl die Wirkungsweise wissenschaftlich umstritten ist, schwören die Testpersonen, so wie die zahlreiche Abnehmerschaft auf die Wirkung der Pheromone beim anderen Geschlecht. In der Werbung wird die Wirksamkeit der Produkte so inszeniert, als ob Frauen auf den Geruch fliegen würden und einem Mann, der dementsprechend riecht, nicht wiederstehen könnten. Die Realität sieht leider nicht so aus wie in einer AXE Werbung. Allerdings sind sich einige Männer, so wie Frauen einig, dass ein subtiler Unterschied zwischen dem natürlichen Geruch und dem durch Pheromone unterstützen Duft eines Mannes besteht und sich bei der Partnersuche manifestiert.

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