Rechtsbeistand bei Scheidung – Darauf ist zu achten

Wer sich in Deutschland scheiden lassen möchte, kommt um einen Anwalt, der den Scheidungseintrag bei Gericht einreicht, nicht herum. Aber auch dann, wenn der Partner keine Zukunft mehr in der Ehe sieht, sollte der Gang zum Anwalt angetreten werden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Thema Scheidung.

Darauf ist bei der Suche nach einem Anwalt zu achten

Die meisten Betroffenen fragen erst einmal im Bekanntenkreis herum, ob diese Erfahrungswerte haben und einen Anwalt empfehlen können. Dabei ist wichtig, dass der Anwalt Fachanwalt für Familienrecht ist. Ein Fachanwalt ist ein Rechtsanwalt, der auf einem bestimmten Gebiet jährlich intensive Schulungen nachweisen muss, wie zum Beispiel im Familienrecht. So bleiben Anwälte immer im Thema und kennen auch die aktuellsten Gesetzesänderungen.

Tipp: Große Kanzleien, wie beispielsweise die Kanzlei Sachse, verfügen meistens über mehrere Fachanwälte verschiedener Fachrichtungen.

Dafür wird ein Anwalt bei einer Scheidung benötigt

Ein Anwalt erklärt Aspekte, die für eine Scheidung wichtig sind, in einem ersten Beratungsgespräch. Sind keine Kinder und kein Vermögen vorhanden und verdienen beide etwa gleich viel, erleichtert dies den Vorgang. Der Anwalt erhält eine Vollmacht und bereitet damit alle erforderlichen Unterlagen vor. Er füllt auch den Scheidungsantrag aus und reicht diesen bei Gericht ein. Handelt es sich um eine einvernehmliche Scheidung, bei dem die Partner bereits seit einem Jahr getrennt leben, erleichtert dies den Vorgang.

Jede Partei benötigt einen eigenen Anwalt

Da ein Anwalt immer nur die Interessen einer einzigen Partei wahrnehmen kann, ist es nicht möglich, dass sich beide Ehepartner einen Anwalt teilen. Nur in Ausnahmefällen kann eine der Partei auf einen Anwalt verzichten. Dann dürfen allerdings noch keine Rentenansprüche angefallen und auch kein Vermögen vorhanden sein. Der andere Ehegatte erhält über das Gericht den Scheidungsantrag zugestellt und kann sich mit der Scheidung einverstanden erklären. Einer der größten Fehler ist Gutgläubigkeit gegenüber dem Ex-Ehepartner und dessen Anwalt. Nicht selten verzichten viele Partner aus Gründen der Sparsamkeit auf einen eigenen Anwalt oder schalten diesen zu spät ein. Das kann sich bei Vermögensangelegenheiten sehr negativ auswirken.

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