Rüstungsindustrie – Wie viele Steuereinnahmen bringt ein totes Kind?

Unser Feind ist unser Freund …

Die westliche Rüstungsindustrie ist der Feind der westlichen Welt im eigenen Haus. Und man kann vielleicht sagen, es ist wie mit Steuerhinterziehern, die zwar ihren Standort mögen, Steuern dort aber lieber nicht zahlen, die Rüstungsindustrie ist wie ein Spion, der ein Doppelagent ist. Freund und Feind zugleich, das merken wir immer dann, wenn irgendwo in der Welt plötzlich Waffen zu finden sind, die da niemand vermutet hätte, die aber dort über Drittstaaten gelandet sind. Spionage, bei denen vielleicht solche Unternehmen betreffen, sie kommt sicher noch hinzu.

Israel also schießt eine Drohne der Hamas vom Himmel und wie auch bei Waffen, fragt sich die Welt, wie kommen Drohnen plötzlich in die Hände dieser Menschen? Die Rüstungsindustrie derweil, sie lacht sich ins Fäustchen, verhöhnt die ganze westliche Welt, es ist ihr egal, sie ist quasi für so systemrelevant erklärt, wie Großbanken. Viel zu schnell fällt das Wort Arbeitsplätze. Ein Arbeitsplatz hier in einem europäischen Rüstungskonzern, egal ob in Frankreich oder Deutschland, wie viele Tote kostet der wohl anderswo, und ist es das wert?

Wie viele tote Kinder sichern einen Arbeitsplatz in der Rüstungsindustrie? Wie viele Steuereinnahmen bringt ein totes Kind?

Wir züchten uns den Feind im eigenen Haus, was anderswo landet, das wird gegen uns hier im Westen immer öfter zur Waffe. ISIS und die Drohung dieser Terrortruppe gegen Israel zu marschieren, die sollte eigentlich Warnung genug sein, vielleicht kämpft ISIS jetzt schon mit der Hamas gemeinsam gegen Israel und das aus den Palästinensergebieten, nein, nicht vielleicht, eher bestimmt.

Zumindest Europa sollte also sich einmal zusammen an einen Tisch setzen und Rüstungskonzerne ähnlich behandeln wie Steuerhinterzieher, denn will ein Land gewisse Rüstungsexporte verhindern, drohen die Konzerne mit Arbeitsplatzverlagerung innerhalb Europas, ganz frech und offen, medienwirksam. Zynischer geht es nicht. Einer unserer Arbeitsplätze kostet uns als Konzern x Waffen, die wir nicht verkaufen, und nur, wenn irgendwo Menschen sterben dürfen, dann machen wir Gewinn. Jeder Tote ist wie viel wert? 10.000 Dollar Gewinn? Wie viel?

Und was tut Europa?

Hier also muss Europa, muss Deutschland sich mit seinen europäischen Nachbarn zusammensetzen, hier gehören europaweite Gesetze her, Gesetze, die bestimmen, was wohin geliefert werden darf, und dann mal schauen, wohin die Konzerne denn abwandern wollen. Zumindest Europa fiele dann ja aus. Und das wären nicht wenige Staaten.

Zuzüglich braucht es wesentlich strengere Kontrollen, denn diese Konzerne tragen den Tod auch immer zurück nach Europa. Die Waffe in Gaza, die dort heute ein Kind tötet, sie richtet sich vielleicht morgen schon gegen Migranten hier, gegen unsere Werte, wobei die wichtigsten ja derweil über den Jordan gegangen scheinen, die Menschlichkeit, Menschenwürde, Menschenrechte, denn die interessieren solche Konzerne bestimmt nicht, ihnen geht es nur um die eigene „Kriegskasse“. Jedes erschossene, zerfetzte Kind ihr Gewinn, jemand wird eine Waffe kaufen, um sich zu rächen.

Drohnen der Hamas also in Israel, was kommt demnächst? Wartet die Welt, wartet Europa wirklich, bis in Israel vielleicht eben doch das Atomkraftwerk getroffen wird, derweil Drittstaaten weiter fröhlich jene Waffen liefern, die demnächst vielleicht dort vielen Menschen den Strahlentod bringen, derweil sich die Rüstungsindustrie über steigende Exporte, der Finanzminister auch über steigende Steuereinnahmen ob Toter freut? Und wie viele Tote dürfen es denn bitte in Syrien, im Irak, in Gaza sein? Wie viele Steuern bringt ein totes Kind? Wie viele Steuereinnahmen alle Toten, die irgendwann hier gerächt werden?

Spionage, Beifang, Sicherheit, Kosten

Sehen wir doch nicht alles immer generell und nur negativ, etwas Verständnis bitte.

Und jetzt schauen wir einmal an, warum die Amerikaner uns ausspionieren, und wie sie sich einen Teil der Kosten für Kriegsgänge zurückholen. Die Daten von Tante Emma, die sind nämlich für Fischer, Beifang, den man ins Meer zurückwirft. Gut, die Amerikaner, die heben den toten Fisch auf, was soll es, Fischer würden den vielleicht auch zu irgendwelchem Mehl verarbeiten, allenfalls.

Aber, Kriege kosten Geld, und viele Datensätze, die dienen dann eben der eigenen Wirtschaft, denn irgendwer muss die Kosten ja zahlen. Und niemand kommt ja auf die Idee, seinen Verbündeten, die am Waffengang beteiligt sind, hinterher eine Rechnung zu schicken. Die Amerikaner also, die nehmen sich unsere Daten quasi als Bezahlung. Wer braucht was, bestellt was und wo. Sehen wir es aus diesem Blickwinkel. Daraus erstellt man dann Rückschlüsse darauf, welche Wirtschaftszweige man vielleicht fördert, wo Arbeitsplätze Sinn machen. Absatz bringt Steuereinnahmen, reduziert so Kriegskosten.

Auf der anderen Seite aber verärgert man Freunde, denn man spioniert, und zwar nicht ganz ungerechtfertigt, wenn wir ehrlich sind, Regierungen aus. Wieviele durchgeknallte deutsche Islamisten stehen mir beim nächsten Waffengang wo gegenüber, wem liefert mein Freund welche Waffen, schaut er hin, wo diese landen?

Amerika fühlt sich verarscht

Und muss ich damit rechnen, dass ich demnächst von der Waffe meiner angeblichen Freunde abgeknallt werde, wen bilden die wie aus, und wie gefährlich ist das Wissen, das der vielleicht über Ausbildung in Drittstaaten erlangt, der mir demnächst vielleicht als Feind gegenübersteht, mich mit einer Waffe aus dem drittgrößten Land abknallt, dem es wurscht ist, wo seine Waffen landen, Hauptsache, er generiert Steuern und sichert Arbeitsplätze, erwartet aber vielleicht irgendwann, dass ich ihm Schutz biete, spätestens dann, wenn seine Waffen in x,y,z landen, sich gegen ihn selbst richten, abgefeuert von eigenen Staatsbürgern.

Sorry, passiert da nichts, stellt sich Europa für Profit aus toten Kindern blind, ja ist selber nicht bereit, bei der Eindämmung all dessen und der dadurch entstehenden Kriege und wachsenden islamistischen Terrorgruppen zu helfen, sprich die Suppe, die man gekocht hat, wenigstens auch gemeinsam zu essen, dann würde ich mich auch irgendwann zurückziehen. Und wenn ich merke, dass wenn ich einen Krisenherd vielleicht gerade halbwegs unter Kontrolle habe, mein freund für den nächsten an anderem Ort sorgt, dann würde mir auch irgendwann der Kragen platzen, spätestens dann, wenn mir noch streckenweise einstiger Freund als Feind im Feld gegenübersteht, der mich mit einer waffe bekämpft, die ich da nie erwartet hätte.

Und die Bundesregierung regt sich tatsächlich darüber auf, dass sie ausgespäht wird? Das ist wirklich ganz schön verlogen. Wir regen uns auf? Leute, schaut euch die Zusammenhänge an, dann sieht man vielleicht vieles gelassener. Die Freunde fühlen sich von Europa und Deutschland einfach nur noch verarscht, so einfach ist das.

Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Verständnis habe ich. Sorry, liebe Leser, liebe Bundesregierung, liebe Volksvertreter. Ein Friedensnobelpreisträger, der die Welt gleichzeitig mit Waffen und zuzüglich mit durchgeknallten islamistischen Terroristen beliefert und die unterstützt, die solche ausbilden und weiterverkaufen, was nicht niet- und nagelfest ist, der ist wahrlich nicht ganz dicht! Nur der darf dann auch nicht fragen, wozu all das bei anderen und schließlich auch bei sich selber führt …

Und jetzt nochmal: wie viele tote Kinder sichern einen Arbeitsplatz? Wie viele Steuereinnahmen bringt ein totes Kind?

©denise-a. langner-urso