Schaufensterpuppen spionieren Kunden aus

©Paul-Georg Meister / pixelio.de

Ausgerechnet jene Zeitung, die von der Insolvenz bedroht ist, die Frankfurter Rundschau berichtet über den neuesten Spionagetrend des Einzelhandels.

Demnächst muss der Kunde sich auf unbemerkte Überwachung durch Puppen einstellen, die eigentlich im Schaufenster dazu platziert sind, damit man sich über die Trends informieren kann. Demnächst aber könnte der Blick ins Fenster dazu führen, dass eine tote Plastikfigur ihre Gesichtsdaten und Augenbewegungen aufzeichnet und diese dann dahingehend ausgewertet werden, wofür sie sich interessieren.

Jene Puppen aber zeichnen nicht nur das auf, sie sind auch so radikal „erzogen“ (anders kann man diese Programmierung nicht bezeichnen), dass sie zwischen Chinesen, Afrikanern und vielen anderen Menschen – einen quasi Rassenunterschied machen, dem Besitzer des Ladenkette mitteilen, wofür sich die jeweilige Klasse Mensch besonders interessiert.

So arbeiten die Puppen auch, um festzustellen, ob zu bestimmten Uhrzeiten etwa bestimmte Menschen Geschäfte bevorzugt aufsuchen. In einem Falle stellte sich der Ladenbesitzer darauf ein und postierte am Eingang zur Kundenbegrüßung asiatische Mitarbeiter, weil genau zu dieser Zeit regelmäßig ein Reisebus hielt, der asiatische Kunden ausspuckte. Dadurch war es ihm möglich, seinen Umsatz zu steigern, wie die Frankfurter Rundschau ebenfalls schreibt.

Wer also demnächst einen ungestörten Schaufensterbummel machen möchte, und weiß oder erkennt, dass der Inhaber eines Geschäftes mit so perfiden Mitteln spioniert, der veranstalte täglich zur gleichen Zeit einen Flashmob mit vielen Freunden, die alle als Nonnen verkleidet sind. Mal sehen, wie dann der Laden darauf reagiert und ob dann vielleicht die komplette Reizwäsche aus den Regalen vorsorglich verschwindet. Und wer Nonnenkostüme nicht mag, der lasse sich etwas anderes einfallen. Um allerdings die Augenableserei zu verhindern, sollte man eine möglichst tiefschwarze Brille aufsetzen.

Solche widerlichen Akteure gilt es mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Und verboten ist diese Art der Spionage ohnehin, vielleicht tut es ja auch ein Flashmob, der massenhaft Anzeige erstattet, der vor den Läden Schaulustige auf ihre Ausspionierung hinweist!

Man fragt sich wirklich, ob demnächst die Videokamera im Klo installiert wird, um anschließend den „Scheißkunden“ die neuesten Trends im Bereich der Unterhosen und Tangas in passender Größe beim Verlassen der Toilette an die Tür zu projizieren …

Und wer an ihre Geheimnummer will als unehrlicher Mitarbeiter oder Dieb, der nach dem Kauf unbemerkt die Börse samt EC-Karte stiehlt, der muss demnächst nur eine Puppe in Kassennähe platzieren, um ihr Konto leerzuräumen und auch anderweitiger Mißbrauch durch Einbau von Überwachungsgeräten in diverse, scheinbar harmlose Dinge wie Kinderspielzeug und so fort, ist somit absolut denkbar, in jedem Geschäft, das sie betreten, aus jedem Schaufenster heraus. Da bekommt man glatt Verfolgungswahn, wenn man sensibel veranlagt ist. Pfui Teufel aber auch.

©denise-a. langner-urso

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