Skripal und doch ein paar unschöne Fragen …

Ich möchte vorab sagen, dass ich weder zu Verschwörungstheoretikern gehöre, noch, dass ich Putinversteher bin, und sage auch, dass mir Putin und wie sich Russland unter ihm verändert, unter gar keinen Umständen genial finde.

Und doch habe ich zu dem Giftanschlag auf Skripal Fragen. Die erste wäre, wie ist es eigentlich um die Sicherheit jener Anlagen bestellt, in denen solche Gifte erforscht werden und wurden, wie genau wird da Buch geführt über Mengen und wie viele Menschen waren mit der Entwicklung des Giftes befasst. Wurde dieses spezielle Gift nur an diesem einen Ort der Welt entwickelt. Kann das Wissen weitergegeben worden sein, sind jemals dazu Daten verschwunden, wie steht es um die Mitarbeiter, die daran geforscht haben.

Ich stelle mir all diese Fragen nicht umsonst, denn immerhin gibt es diverse Akteure bis hin zu Terrororganisationen, von denen man nicht genau weiß, welche Wissenschaftler für diese arbeiten. Und es gibt sehr viele Staaten, die heute nicht mehr unter russischem Einfluss stehen, sich der EU genähert haben, wie etwa die Ukraine oder Polen, in denen natürlich auch Gegner dieser Annäherung sitzen, und denen nichts lieber wäre, als wenn man sich Russland annähern würde, die spalten wo immer sie können. Woher also kamen jene Wissenschaftler, die in den Laboren gearbeitet haben, als das Gift entwickelt wurde, wie streng waren die Kontrollmechanismen, das gehört auch hinterfragt.

Wäre es also vorstellbar, dass darunter Individuen sind, die eben doch über genug Wissen verfügen, dieses spezielle Nervengift herzustellen, und die quasi den Stoff jetzt terroristisch nutzen um Russland und den Westen noch mehr zu spalten als ohnehin? Ich nämlich könnte mir so eine Richtung auch vorstellen.

Wobei mich auch stört, dass eben man Russland das Gift nicht eben auch untersuchen lässt, sondern eben nur international. Russland hat es im eigenen Einflussbereich ja auch mit Islamisten zu tun, was nicht vergessen werden darf und führt, auch wenn man das nur am Rande mitbekommt, ja im eigenen Haus auch einen Kampf gegen diverse antirussische Kräfte.

Viele Entdeckungen und Entwicklungen im Bereich Technik und Wissenschaft passieren ja immer wieder an vielen Stellen der Welt gleichzeitig, immer wieder kommt es dazu, dass Mitarbeiter entlassen werden und Wissen mitnehmen, dass in hochsensiblen Unternehmen sogar Menschen beschäftigt waren oder vielleicht sind, die sich später als Gefährder herausstellen. Von Atomkraftwerken ist das ja bekannt, und warum sollte es im Bereich Entwicklung von Giftgasen, Kampfstoffen chemischer oder biologischer Art anders sein?

Ist das tatsächlich so unvorstellbar, und ist es nicht eben doch auch zu hinterfragen, ob nicht im Fall Skripal eventuell doch andere Akteure beteiligt sein können, denen die ohnehin angespannte Lage zwischen den USA, Russland und der EU mehr als gelegen kommt, und ob man diese jetzt nicht vielleicht einfach nur genutzt haben könnte um die Unruhe noch einmal zu verstärken? Und ja, wenn doch Russland an der Frage gemeinsam arbeiten und schauen will, ob das Gift aus seinem Haus kommt, warum sollte es das dann nicht tun dürfen?

Vielleicht unterscheidet sich das Gift ja auch Minimal von dem, was man aus Russland erwarten würde. Und dann hätten wir nämlich alle ein Problem, denn dann wäre klar, dass die Bedrohung vielleicht um ein Vielfaches größer ist,sollte der Angriff eben aus anderer Richtung, terroristischer nämlich, erfolgt sein, als wenn er tatsächlich aus dem weiteren Umfeld Putins erfolgt wäre, und nur dann könnte man sich auf vielleicht noch Schlimmeres vorbereiten, und es gibt ja so einige Staaten im ehemaligen Einflussgebiet Russlands, denen die derzeitige Lageentwicklung gelegen kommt und von Nutzen ist, nicht zuletzt aus der Sicht von Natotruppenstationierungen und Aufrüstung aus gesehen.

Nur meine Meinung, ich weiß.

©denise-a. langner-urso

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