SPD oder Union, wer ergattert das Finanzministerium?

Um das Finanzministerium prügeln sich die Parteien wie hungrige Straßenköter um eine Wurst, dabei sollte man gerade bei diesem Ressort vorsichtig sein, wem man es anvertraut.

Schaut man sich den Koalitionsvertrag an, der blutrot gefärbt ist, der dauerhaft für die nächste Generation unabsehbare Kosten mit sich bringen wird, so ist klar, was zu Verschuldung, Preistreiberei, steigenden Beiträgen, Arbeitsplatzabbau und steigenden Steuern führen wird, das ist wahrlich hinreichend im Koalitionsvertrag der SPD zuteil geworden.

Und ja, hätte ich ein Unternehmen, ich wüsste, wo ich den Mindestlohn einspare, nämlich überall da, wo es an Dienstleistung geht. An erster Stelle seien hier Hotlines genannt, Callcentren, aber auch Abrechnungsstellen und so weiter. In Europa gibt es dafür wesentlich günstigere Standorte.

Und Angela Merkel, sie sagt in einem Fall die Wahrheit, nämlich dann, dass sie nicht weiß, was die Zukunft bringt. Nie war eine ihrer Aussagen wahrer, weiß sie doch wirklich nicht, wie die Basis der SPD entscheidet. Nach dem Mitgliedervotum aber weiß sie, was droht, sofern es zur Großen Koalition kommt, nämlich zu all den Dingen, die ich oben genannt habe.

Unter der Federführung der Union und ohne die SPD, wäre es zu dem, was nicht nur Unternehmen, der Wirtschaft dann droht, nicht gekommen. Die Ausgaben hätte man wirklich in Grenzen halten können, Steuererhöhungen ebenso, und besonders die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins europäische Ausland, das niedrigere Mindestlöhne hat, auch sie wären wesentlich glimpflicher ausgegangen.

Aber bitte, überlassen wir das Finanzministerium der SPD, was in etwa einer Bank mit offenem Tresorraum gleich kommt, wo sich jeder an allem bedienen darf, wenn er will.

Die SPD hat mehr als genug aus den Koalitionsverhandlungen herausgeschlagen, und denkt zu kurzsichtig, und bei der Zustimmung, die sie eben noch hat, kann man dankbar sein, wenn wenigstens die Union die Finger auf der Staatskasse behält, zum Wohle unserer Kinder und Enkel, die der SPD irgendwie völlig egal zu sein scheinen. Klar, wenn jeder zuerst an sich denkt, dann ist auch an jeden gedacht, so aber kann man keinen Staatshaushalt führen, wie man so auch kein Unternehmen führen könnte. Man spart in guten Zeiten für die schlechten, bildet Rücklagen, baut Schulden ab, doch all das wird hier demnächst verhindert.

Der SPD kann es egal sein, denn wenn die Wähler erst einmal tatsächlich die Auswirkungen, die dieser Vertrag mit sich bringt, zu spüren bekommen, wenn weniger bleibt, als mehr, dann ist diese Partei spätestens 2017 da, wo sie gerade herkommt, auf der Oppositionsbank. Wir wollen ja nicht übertreiben und sie unter 5% sehen, denn dazu gibt es noch immer zu viele Menschen, die eine neue Brille brauchen.

Und die Bundesregierung darf dann 2017 den Scherbenhaufen zusammen kehren, den die Große Koalition auch ohne dass die SPD den Finanzminister stellt, wegen eines fahrlässigen Vertrages, hinterlassen wird.

©denise-a. langner-urso

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