Und ewig strahlt das Atom?

Die Asse, man mag sie mögen als Müllhalde wie so mancher Profitgeier in der Wirtschaft und wie so einige mit ihnen kungelnde Politiker, man darf sie auch nicht mögen, wie Umweltschützer und normal denkende und tickende Menschen, doch eines ist sicher, die Asse ist und bleibt Thema, weil sie so wunderschön strahlt in Deutschland, zu einer Zeit, in der selbst in Japan mehr und mehr Menschen gegen strahlende Produkte protestieren, gegen Atomkraft und gegen ihre Regierung. Die Menschen, selbst geduldige Japaner, sie lassen sich nicht dauerhaft vereiern, auch wenn derzeit das Osterfest immer näher rückt.

Die Menschen beginnen zu begreifen, dass hinter dem schönen Schein einer angeblich so sicheren Sache wie der gelobten (alternativlosen) Atomenergie eine größere Zeitbombe tickt, gefährlicher und unsicherer als alle Atombomben der Welt gemeinsam es sind. Diese sind sicherer gelagert (hoffentlich) als Betreiber von Atomanlagen mit der Sicherheit umgehen. Solche Betreiber setzen wissentlich und täglich Menschenleben bewusst für ihre eigene und die Profitgier ihrer Anleger aufs Spiel, und nicht nur diese, sie nehmen bewusst in Kauf, dass im Zweifelsfalle ganze Ökosysteme, ganze Staaten, ja ganze Kontinente und Wirtschaftssysteme nachhaltig geschädigt werden. Die volle Haftung bei Unfällen haben diese Raffkes selbst zu tragen, zu versichern, zeige uns jemand ein Unternehmen, das diese Kosten tragen möchte. Jene legen das Risiko lieber zuzüglich denen zur Last, die bereits ihre weit überhöhten Preise zu schultern haben.

Auch sollten diese Unternehmen für sämtliche Folgekosten aufkommen müssen. Ein Unternehmer kann nicht produzieren, den Ausfall tragen die Energieriesen. Ein Nachbarstaat erleidet Schaden? Sämtliche Kosten gehen zu den Lasten der Atomstromerzeuger. Mal sehen, wie lange sie ihren Strom so wie bisher weiter produzieren würden. Sämtliche Anlagen weltweit haben sie umgehend gegen Erdbeben der Stärke mindestens 10 zu sichern, gegen Abstürze und selbst gegen Beschuss aus kurzen Distanzen mit panzerbrechenden Waffen. Geht nicht? Nun dann, sollen sie sie abschalten, erpressbar machen von ihnen dürfen wir uns jedenfalls nicht. Ganze Städte versorgen sich heute schon unabhängig, gut so, weitere müssen folgen. Erneuerbare Energien, sie müssen vorrangig eingespeist werden, wer das nicht tut, für den muss es saftige Strafen hageln, wollen doch mal sehen, wer zuletzt lacht, nicht wahr?

Und wer verdienen will, der soll auch ein sicheres Endlager haben, na dann, das gibt es, verdonnert sie dazu, ihren Mist auf den Mond zu bringen, dort zu lagern. Sie scheuen die Kosten? Gut, wir scheuen die Atomkraft, ein weiter darf es nicht geben, sie haben die Kosten zu tragen, auch für die Polizeieinsätze, denn sie sind die wahren Verursacher, ohne ihren Abfall würde es keine Transporte ihrer Abfälle durch die Weltgeschichte geben, so einfach ist das.

Und noch eines, wer Atomkraft nicht will, der muss umgehend seine Panik ablegen, vor Strommasten und Windrädern, beides geht eben nicht zusammen, so ehrlich sollte man dann schon sein. Ganz ehrlich, wenn es mich nichts kostet, man darf mir gerne so ein Rad im Garten platzieren, wenn ich dafür den Strom nicht mehr bezahlen muss, und gerne stellt Berlin bestimmt auch ein paar Räder auf dem Tempelhofer Exflughafen und auf dem bald frei werdenden Gelände des Exflughafen Tegel auf – oder?

©denise-a. langner-urso

 

 

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  1 comment for “Und ewig strahlt das Atom?

  1. Spreephilantrop
    23. April 2011 at 14:54

    Dass sich kamerawirksam Experten von Greenpeace neben dem Tschernobyl-Meiler und einen bis zum Anschlag ausschlagenden Geigerzähler in der Hand haltend interviewen lassen, macht mich nachdenklich…Ähnlich wie dort nach jetzt 25 Jahren wird auch rund um Fokushima ein Kilometer breiter Streifen auf Jahrhunderte hin unbewohnbar bleiben. Warum riskieren Kamerateams und "Experten" das und setzen sich vorort der Strahlung aus? Hat sich ggf. nicht auch witto Pohl bei ihren Charity-Besuchen der Kinderhilfe für Tschernobyl dort ggf. etwas "geholt"…?

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