USA, Equitation Group – Wir greifen nur sehr wertvolle Ziele an

 

Und zu denen gehören natürlich Krankenhäuser und Medien. Alles klar.

Sehr wertvolle Ziele sind also Krankenhäuser? Bravo, liegt im Zimmer nebenan also ein Terrorist oder jemand, den unsere netten amerikanischen Freunde dafür halten, so ist man dort seines Lebens nicht mehr sicher. Wenn das kein Verstoß gegen die Menschenrechte ist, dann weiß ich auch nicht.

Medien gehören auch zu den sehr wertvollen Zielen. Genial, wenn unseren lieben Freunden die Berichterstattung nicht passt, dann kommt mal eben die Drohne von Uncle Sam zum Frühstück. Aber, wie hoch die USA und ihre Verbündeten die Meinungsfreiheit halten, das ist ja mehr als hinreichend bekannt, mir genügt es, wie man dort mit eigenen Whistleblowern verfährt und mit denen, die darüber berichten. Erinnert sei an diesen Bericht:

NSA-Affäre, Britische Regierung zwingt „Guardian“-Redaktion zur Vernichtung von Festplatten

Vorsicht russische False Flag – Autsch, ohne Worte

Equitation Group heißt das, worüber heute in vielen Medien berichtet wird, und man muss schon alle Berichte dazu lesen, um sich über die Kavallerie unserer transatlantischen Freunde einen Eindruck verschaffen zu können, hoch interessant so mancher Kommentar, der vor False Flag Aktionen duch Kapersky warnt, schließlich sei dies ja ein russisches Unternehmen mit nur einem Ziel: Propaganda gegen die USA zu betreiben. Unglaublich, wie tief Gehirnwäsche bei manchen Foristen so geht. Zumal wenn man betrachtet, dass eines der am meisten betroffenen und verseuchten Gebiete Russland selber ist. Japp, Russland greift sich selber an – ohne Worte.

Siehe FAZ heute, zum Beispiel Forist Gerhard Bückner:

In einem Land, in dem nichts ohne den Staat geschieht, wie in Russland, warnt Kaspersky vor den USA. Und Russland verschickt keine Trojaner? Vielleicht kommt der russische Trojaner von Kaspersky und hinter Kaspersky steckt der KGB. Wer kann das heute sagen, in einer Zeit, in der Konflikte nicht zuletzt ūber das Internet ausgetragen werden.

Man muss auch schon eine Weile suchen um zu finden, wie denn die Kavallerie der Equitation Group auf Rechner kam und findet plötzlich diese Zeilen:

Anderen Zielpersonen sei auf klassischerem Wege Malware untergejubelt worden. So hätten sie nach einer wissenschaftlichen Konferenz in Houston (USA) eine CD mit Konferenzmaterialen zugesandt bekommen. Darüber sei dann eine Malware auf dem persönlichen Rechner installiert worden.

Wie kommt Malware weltweit auf Rechner?

Heise schreibt dazu:

Anderen Zielpersonen sei auf klassischerem Wege Malware untergejubelt worden. So hätten sie nach einer wissenschaftlichen Konferenz in Houston (USA) eine CD mit Konferenzmaterialen zugesandt bekommen. Darüber sei dann eine Malware auf dem persönlichen Rechner installiert worden.

Klar, nach solchen Kongressen in den USA, um auf obige Foristen zurück zu kommen, versenden als Russen getarnte Angestellte aus den USA, nimmt man die US-gläubigen Foristen einmal einen Augenblick ernst, dann Malware in Richtung Russland. Oder so ähnlich? Wer hat solchen, die USA verteidigenden Foristen, eigentlich so das Hirn verbrannt, ihnen dort hineingeschissen? Und nein, es kann natürlich nicht sein, dass gewisse Festplattenhersteller vielleicht mit der NSA direkt zusammen arbeiten, dass bei Bestellungen aus gewissen Staaten bereits verseuchte Festplatten ausgeliefert werden. Die USA sind unantastbar.

Unternehmen arbeiten weltweit, Techniker bekommen meist für Wartungsarbeiten Rechner zur Verfügung gestellt. Wer da die Nachtigall nicht trapsen hört ist selber schuld!

Mich erinnert das Gelaber jener Foristen immer an Talkrunden, in die man den US-Diplomaten a.D John Kornblum einlädt. Ich bin dann ständig kurz davor meine Wut über dessen Hasstiraden gegen alles, was nicht wie ein Falke denkt, und umgehend irgendjemanden anzugreifen und zu bombardieren bereit ist, den Amerika gerade im Visier hat an meinem Fernseher auszulassen, bekomme das Kotzen, wenn dieser Mann nur den Mund aufmacht!

So geht Geostategie heute

Nein, unsere guten Freunde, die tun so etwas nicht, unser Feind hat gefälligst woanders zu sitzen hat der der USA zu sein und Russland zu heißen, das die geostrategischen Feldzüge der USA nicht länger akzeptieren will, das nicht die USA als direkten Nachbarn samt seiner Armee ein paar 100 km entfernt sehen will.

Scheiß doch was auf die paar vielleicht von den USA angegriffenen Krankenhäuser und die Pressefreiheit, unsere transatlantischen Freunde werden schon wissen, was gut für uns ist, nicht, dass das TTIP nicht zustande kommt, denn aus Sicht der USA zählt nur das: die Verhinderung eines eventuellen euroasiatischen Freihandelsraumes, bei dem sie selber außen vor wären. Und nur aus diesem einen Grund halten unsere Freunde den Krieg zwischen der Ukraine und Russlands heiß. Der wird erst kalt, wenn das TTIP unter Dach und Fach ist. Es geht um nichts anderes als um das! Und darum, den Freihandelsraum der durch das TTIP erweiterbar ist, wenn mehr Staaten letztlich der EU beitreten, so groß wie möglich zu machen. Und dafür ist den USA jedwedes Mittel recht, auch der Angriff auf Rechner in Frankreich, Großbritannien und Deutschland, jene Mächte also kontrollierbar zu machen, die in der EU das Sagen haben. Und wenn diese nicht spuren, dann schalten wir ihnen eben per Fernzugriff die Lebensgrundlage ab, weil sie zu blöd waren, die Gefahr auch nur sehen zu wollen. So geht Geostrategie heute!

Staaten, die EU, sind nicht erpressbar?

Aber natürlich sind sie das, sofern Politiker wenigstens eins und eins zusammenzählen können, wenigstens das traue ich ihnen gerade noch zu. Ein Geostratege wie Obama, der selbst Bush in seiner Agressivität noch weit übertrifft, lacht sich schlapp, wenn anderes behauptet wird. Malware, die selbst bei massiv abgesicherten Systemen, die komplett eigene Netzwerke haben, ausgeführt werden kann, von außen gesteuert, obwohl keine Verbindung in äußere Netzwerke besteht, tut ihren Dienst vermutlich längst in jedem Atom- und Wasserkraftwerk der EU.

Aber wissen will man davon natürlich nichts, nachdenken darüber erst recht nicht. Denn dann müsste man mit der Angst leben, was passiert, wenn so eine Malware in Dienst gesetzt wird, bedeutet, nicht nur ISIS verbreitet Angst, die Angst kommt mit der Unsicherheit in die Politik, wozu der Freund im Zweifelsfall greift, zu welchem Werkzeug, wenn man nicht spurt, womit wir bei Griechenland wären, das zumindest in der jetzigen Regierungskonstellation das TTIP ablehnen könnte. Wie also schafft man es, dass sich der Störenfried verabschiedet? Man macht ihn kaputt, gibt nicht nach, sorgt dafür, dass er das gewünschte tut, sich selber gegen die Wand fährt, zuzüglich ratet man seitens der USA das Land in Grund und Boden.

Ach was, scheiß drauf, hinlegen, weiter schlafen, Kopf in den Sand, nicht nachdenken. Gibt eben keine Alternative, jedenfalls nicht mit der Raute, schon gar nicht bei solch unermesslichem Machtmissbrauch seitens bester Freunde. Also Schnauze halten und weggetreten …

Ach ja, ich liebe Verschwörungstheorien?

©denise-a. langner-urso

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