Welche Versicherungen brauchen Eltern?

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Ein Kind ändert das ganze Leben: nicht nur, dass man keine Zeit mehr für die alten Freunde hat, die Themen sind generell ganz anderer Natur. Man wird spießig. Eine Spaßbremse, die sogar über Versicherungen nachdenkt.

Viele Versicherungen sind schlicht weg unnötig. Gerade, wenn es finanziell eng ist sollte man sich nicht übernehmen. Neben der als Arbeitnehmer obligatorischen Kranken, Renten- und Arbeitslosenversicherung schlagen Experten folgende Policen als Minimalausstattung vor:

  • Haftpflichtversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Risikolebensversicherung

Die Haftpflichtversicherung sollte auch schon vor Gründung einer Familie vorhanden sein. Auch die Berufsunfähigkeitsabsicherung ist schon während der Ausbildung zu empfehlen.

Neu für das Portfolio: die Risikolebensversicherung:

Die Risikolebensversicherung ist erst von Nöten, wenn andere Menschen von dem Gehalt oder der Arbeit (Kindererziehung)  abhängig sind.
Im Gegensatz zu einer Kapitallebensversicherung wird hier kein Geld angespart, welches zu einem Stichtag ausgezahlt wird. Es ist das reine Todesrisiko abgesichert. Besonders für Nichtraucher ist es möglich, sich für wenig Geld im Monat abzusichern. Im Fall, dass der Versicherte im Versicherungszeitraum stirbt, erhalten die Angehörigen eine vorher vereinbarte Summe. Wie hoch diese Summe sein sollte, darüber kann man streiten: Kinder kosten im Laufe des Lebens einen Haufen Geld. Allein bis zum 18. Lebensjahr geben Eltern durchschnittlich 91.000 Euro aus. Wenn man bedenkt, dass viele junge Leute noch bis zum 30. Lebensjahr studieren, kann man sich vorstellen, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Wer sich eine Wohnimmobilie anschafft, der muss den Kredit dafür auch noch mit einbeziehen. Im Laufe des Lebens werden die kommulierten Finanzbedürfnisse in der Regel weniger. Es gibt Versicherer, die eine fallende Versicherungssumme anbieten.

Wichtig: nicht nur der Tod des Hauptverdieners sollte abgesichert sein, sondern wenn die Kinder noch klein sind auch der des zu Hause bleibenden. Die Arbeitskraft einer Hausfrau/eines Hausmannes wird oft unterschätzt: Im Ernstfall müsste der Hauptverdiener die Kindererziehung übernehmen oder eine Kinderbetreuung einkaufen.

Es gibt verschiedene Varianten, z. B. die “verbundene Leben” Risikolebensversicherung (gut bei Verheirateten Paaren/in Lebenspartnerschaft lebenden) oder es gibt die Möglichkeit, zwei Policen abzuschließen (zu empfehlen bei unverheirateten Paaren oder, wenn große Vermögen vorhanden sind). Die Risikolebensversicherung kann von der Steuer abgesetzt werden.  Besonders, wenn zwei Versicherungen abgeschlossen werden ist es wichtig, auf die Vertragsgestaltung zu achten (Erbschaftssteuer).

Eine weitere wichtige Versicherung ist die Unfallversicherung für Kinder.

Wer Geld über hat, der sollte über eine Zahnzusatzversicherung und über eine Hausratversicherung nachdenken.

Geändert/Fremdlinks entfernt: Die Redaktion