Wenn Bildung tötet – „Gottesbücher“ in die blaue Tonne!

Bildung kann unter gewissen Umständen töten. Amerika beweist das immer wieder und mag das beste Beispiel sein, weil es sich um eine angeblich ach so fortschrittliche Gesellschaft handelt.

Amerika verankert in seinen Schulbüchern stets biblisch geprägtes Gedankengut, das sich heute längst als, ja man kann schon sagen schwachsinnig erwiesen hat, weil eben heute Menschenrechte gelten, die jeder Glaubenslehrer diametral gegenüber stehen, sie ausschließen, zumindest dann, wenn man nach europäischen Werten erzogen wurde und das möglichst auch noch ohne kirchliche Indoktrination. Staat und Kirche gehören streng getrennt, keine Bibel oder ähnliche Bücher, die Märchen verbreiten gehören eigentlich heute in Einrichtungen, die sich Bildungseinrichtung oder Schule schimpfen. Allenfalls im Geschichtsunterricht sollte man sie einbauen dürfen, zu dem Zwecke dort zu diskutieren, was Glauben anzurichten vermag.

Vergleichen wir einmal Amerika und Afghanistan, ob das nun jemandem passt oder nicht, es gibt keinen Unterschied zwischen radikalen Christen der Republikaner und den Taliban, die ja einen offensichtlichen Religions- und Kulturkrieg gegen jedwede Moderne, gegen Menschenrechte führen. Die Republikaner verfahren nicht anders und auch große Teile der Demokraten Amerikas tun dies. Noch immer wird in Amerika ein lächerlicher Kampf darüber geführt, die Evolutionslehre zu unterbinden ect. .

Ganze Gesetzespassagen sind hier wie dort völlig unsinnig, weil sie die Bibel oder den Koran zur Grundlage haben. Das ist gefährlich, für jede Gesellschaft, denn es bringt Diskriminierung hervor, unterdrückt und indoktriniert, kommt dann an den Schulen als Grundlage Religionsunterricht hinzu, erzieht man dort zur Unmündigkeit und verhindert zu großen Teilen, die Erziehung zu freien Menschen, die dazu in der Lage sind, sich eine eigene Meinung zu bilden, und zwar eine, die ausschließlich auf nachgewiesenen Tatsachen beruht, wissenschaftlich begründbar ist.

Die westliche Welt führt ja in Afghanistan und an vielen anderen Orten der Welt Kriege, die nur entstehen können, weil die Menschen eben befreit werden wollen von Undemokratie und Unterdrückung, Hunger. Es gibt kein perfideres Mittel für Eliten, um Kinder in Schulen zu indoktrinieren, als die Glaubenslehren, ihnen beizubringen, ihr Schicksal sei gottgewollt wie ihre weibliche oder männliche Rolle. Über die Kirche wird das Recht des Stärkeren so eingeimpft, dass wenn möglich männliche Dominanz gelehrt wird und das ertragen von menschenrechtswidrigen Zuständen. In Syrien und Libyen gehen die Menschen auf die Straßen, ohne zu wissen, dass sie genau gegen dieses System der gewollten Unterdrückung kämpfen. Sie werden sich nicht darüber den Kopf zerbrochen haben, dass all das, was jetzt passiert Ursache in ihrer Glaubenslehre hat. Aber vielleicht spüren sie es ja.

Zurück aber zu Amerika, das einfach die Moderne zurückdrängen will, stärker, als je zuvor, denn nichts ist besser zur Machterhaltung, als so viele Menschen wie nur möglich vom Wohlstand, von Reisen, von Bildung abzuhalten, sie zu verwehren, denn alleine davon kann Wirtschaft dauerhaft riesige Gewinne für wenige erwirtschaften. Welche auch immer, zu welchem Preis auch immer. Freiheit des Einzelnen, dieser Begriff wird in Amerika missbraucht, zur Farce, weil sie eben mit möglichst hoher persönlicher Freiheitsberaubung einhergeht, niedriger Sozialleistung, wer viel arbeiten muss, fügt sich und denkt nicht. Das zu verbinden mit biblischen Lehren in einem Land, wo es keine wirkliche Schulpflicht gibt, wo weite Teile ländlich geprägt sind, wo der ausgebrochene Stier eher den Weg in die Nachrichten findet als Weltpolitik, ist so etwas fatal.

Andererseits ist die Hoffnung nicht ganz verloren. So, wie Amerika seinen Kampf gegen die Taliban und ja angeblich auch für Menschenrechte und Freiheit führt, so könnte es eines Tages notwendig sein, dass China Amerika von fundamentalistischen Christen befreien muss, dass irgendwann die Gottesbücher der Welt da landen, wo sie hingehören, in Archive der Geschichte zum Studium oder in die blaue Tonne zum Recycling als Toilettenpapier und für wissenschaftlich belegte Lehrbücher, damit die allgemeine Gehirnwäsche endlich endet!

Zumindest gehört jede Art der Religionslehre für Minderjährige verboten, sie ist ebenso schädlich wie Alkohol und andere Drogen.
Nur dann können Menschenrechte tatsächlich Menschenrechte sein, denn auch psychische Unversehrtheit gehört dazu, und diese wird weltweit durch hausgemachte Gehirnwäschen per Gotteslehren verletzt, auch hier bei uns in Europa.

©denise-a. langner-urso

 

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