Werbeartikel: Folgen der Digitalisierung für Autoversicherungskunden

Der Bruch weg vom Verbrennungsmotor hin zu Elektromobilität, neuen Mobilitätsdiensten, dem drohenden Verkehrsinfarkt in den Städten und Batterietechnologien wirbelt die Autoindustrie durcheinander und verändert die Welt. Wie sieht es bei mobilitätsnahen Branchen wie der Autoversicherung aus? Wird auch diese sich verändern?

Wachstum ungebrochen

Wirtschaftlich geht es den Kfz-Versicherern gut, das Beitragseinkommen steigt. Jahr für Jahr wächst die Zahl der Kfz in Deutschland um etwa 1,5 % und damit auch das Beitragsaufkommen. Hinzu kommen die wachsenden Einnahmen aus erhöhten Beiträgen, die sich durchschnittlich um 4 % im Jahr erhöhen. Es stiegen allerdings die Schadenssummen. Zwar hat die Anzahl der Schäden klar sinkende Tendenz, jedoch die durchschnittliche Schadenshöhe je Schaden steigt kontinuierlich an. Das gilt gleichermaßen für Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko.Die mehr als 7 Millionen verkauften Gebrauchtwagen, zum Beispiel bei AutoUncle, haben ihren Teil dazu beigetragen.

Höhere Schäden durch neue Technologien

Hauptursache für die steigenden Schäden sind aufwendige Technologien wie Assistenzsystem und Sensoren im Fahrzeug. Die technologische Revolution im Automobilbau schlägt hier auf die Versicherungskosten durch. Die Kosten für die komplexen Ersatzteile und Hightech Produkte wie Sensoren haben steigende Tendenz. Wie die Zahlen aber zeigen, kann die Geschäftsentwicklung die Folgen dieser technischen Revolution vorläufig auffangen. Das Geschäftsmodell der Autoversicherer tritt trotz Krisen in der Automobilindustrie stabil nach Außen auf.

Die Kfz-Versicherungen begehren Daten

Tatsächlich steht aber auch die Kfz-Versicherungswirtschaft vor gewaltigen Umbrüchen. Im Zentrum wirkt die Digitalisierung. Die immer stärker technologisch ausgerüsteten Fahrzeuge produzieren große Datenmengen, die sich zunächst im Besitzer der Hersteller befinden. Die Daten werden aber durch die Fahrzeugbesitzer generiert. Eigentlich sollten ihnen das kostbare Datengold gehören. Tatsächlich ist diese Debatte über den Datenbesitz bis heute ungeklärt und die Kfz-Versicherer entwickelt große Begehrlichkeiten auf diese Daten. Wenn die Versicherung genau weiß, wie der Nutzer sich im Fahrzeug verhält, werden völlig neue Geschäftsmodelle für die Versicherungen entstehen.

Bisher gelingt der Datenzugriff nicht

Für den Schadensverlauf relevante Daten gehen, wie es im Moment aussieht, an den Versicherungen vorbei. Das hat zuletzt die europäische Verordnung über den Emergency Call festgeschrieben und es gefällt den Nutzern so, wie es den Versicherungen missfällt. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Datenzugriff weiterentwickelt, denn diese sucht nicht nur den Zugriff auf Unfalldaten, sondern einen kontinuierlichen Abfluss der Nutzerdaten. Es ist fraglich, ob der Industrie dieser Zugriff gelingt. Neben dem Ecall-Notrufsystem für Neufahrzeuge wird der Unfallmeldedienst des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) angeboten, der auch in Gebrauchtwagen eingebaut werden kann. Das System hat allerdings keinen Markterfolg, obwohl die Kfz-Versicherer hofften, damit neue Umsätze erschließen zu können. Dieser Schritt in die Zukunft scheint bisher gescheitert, ein Einstieg in das Datengeschäft ist der Versicherungswirtschaft nicht gelungen. Die Versicherer versuchen nun, mit telematischen Versicherungsprodukten Zugang zum Markt zu erhalten. Dann soll die Kunde Daten an seinen Versicherer übermitteln und dafür mit niedrigeren Prämien belohnt werden.

Folgen für die Kfz-Besitzer

Wer also das neue europäische Ecall-System in seinem Fahrzeug eingebaut hat, ist einem automatischen Notrufsystem angeschlossen, das durch europäische Datenschutzregelungen geschützt ist. Wer dagegen seinen Gebrauchtwagen mit dem GDV-System ausrüsten möchte, wird sehen müssen, welchen Weg die Daten von dort künftig nehmen. Gebrauchtwagenkäufer können heute bereits neuere Gebrauchtwagen mit dem geschützten Ecall-System finden.

©auftraggeber

 

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