Wie informiert man sich richtig zur Studienwahl?

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So langsam ist es wieder soweit. Tausende Abiturienten verlassen die Gymnasien und Gesamtschulen und machen sich auf die Suche nach dem passenden Studium. Und das ist durchaus kein einfaches Unterfangen. Über 10.000 Studienoptionen gibt es in Deutschland, an hunderten Universitäten, Fachhochschulen und Akademien. Wer sich einen Überblick über alle Studienmöglichkeiten verschaffen möchte und dabei nicht geordnet vorgeht, der wird wahrscheinlich recht schnell mit Burn-Out am Schreibtisch zusammensinken. Daher ist es wichtig, sich vor der Recherche einen Plan zu machen, nachdem man vorgeht. Wir unterstützen diesen Plan und geben nachfolgend drei Tipps für gute Recherchemöglichkeiten. So sollte die Studienwahl auch zum Ziel und nicht zu einem Studienabbruch nach wenigen Semestern führen:

1. Das Internet durchforsten

Es ist keine neue Erkenntnis, dass es im Internet auf quasi jede Frage auch eine Antwort gibt. Auch bei der Studienwahl trifft dies zu. Wer noch nicht weiß, was er studieren möchte, kann zum Beispiel unter „Was soll ich studieren – Tests” einen Interessentest machen und darüber erste Tendenzen herausfiltern. Darüber hinaus kann man auf großen Informationsportalen wie z.B.:  www.abi.de, einem Angebot der Bundesagentur für Arbeit, umfangreiche Infos zu potenziellen Berufsfelder und den passenden Studiengängen recherchieren.

Tipp für die Internetrecherche: Das Angebot eingrenzen. Man sollte für die in Frage kommenden Studienbereiche die passenden Hochschulen ausfindig machen und sich dann dort mit Studienbroschüren versorgen. Entweder gibt es diese zum Download direkt auf der Homepage oder man kann sich per Post ein Infopaket zuschicken lassen. Spezialisierte Studiengangsportale wie z.B. www.Mode-Studieren.de helfen bei der Hochschulsuche, indem sie in Datenbanken jegliche Unis, FHs und Akademien auflisten.

2. Offline aktiv werden: Bildungsmessen

Ist der erste Schritt gemacht und man hat sich einen Überblick über die potenziell in Frage kommenden Studiengänge und entsprechenden Hochschulen verschafft, sollte man sich einmal offline auf die Socken machen. Bildungsmessen wie die Einstieg Abi oder die Azubi- und Studientage bieten die Möglichkeit, an einem Tag mit dutzenden Hochschulen bzw. Studienberatern ins Gespräch zu kommen, Infomaterialien zu sammeln und sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wichtig ist, erst einmal so viel wie möglich einzusammeln, sich aber in den Beratungen auch Notizen zu machen. Denn wenn man nach 10 Studienberatungen wieder zu Hause ist, fällt es schwer, rückblickend nochmal alle Informationen den jeweiligen Hochschulen zuzuordnen.

3. Persönlichen Eindruck verschaffen und entscheiden

Der letzte Schritt ist dann der wichtigste. Hat man 3-4 Hochschulen in die engere Auswahl genommen, dann sollte man (falls irgendwie möglich) den jeweiligen Campus besuchen, mit Studenten sprechen, eine Vorlesung besuchen (an öffentlichen Unis und FHs muss man sich dafür gar nicht unbedingt anmelden, man fällt meist eh nicht auf) und vielleicht auch mal mit der Fachschaft oder den Studienberatern sprechen.

Hat man diese Punkte abgearbeitet, erhält man einen sehr guten Überblick und kann qualifiziert das passende Studium wählen. So sollten dann Fehltritte ausgeschlossen werden und man muss nicht zu den rund 30% der Studenten gehören, die ihr Studium nach kurzer Zeit wieder abbrechen.

©marcel