WoW für Doofe – Cataclysm

Derzeit laufen Betatests für alle für die kommenden Patches in Vorbereitung des neuen WoW-Addons Cataclysm. Das kleine Gnomenspielchen zur Rückeroberung Gnomeregans gehörte dabei zu den liebenswertesten Spielabschnitten, die Blizzard sich je hat einfallen lassen. Selten hat man als Spieler so lachen können, wie wenn man mit x-Gnomen das Salutieren oder Tanzen übt.

Je mehr aber von der neuen Erweiterung nun getestet werden kann, umso öfter fragt man sich, für wen Blizzard das Spiel eigentlich weiterentwickelt, denn für das, was momentan auf den Probeservern im Angebot angetestet werden kann, reicht der IQ eines Zweijährigen.

Niemand muss einem Erwachsenen in Übergröße zum ersten abgeschlossenen Quest oder zum Level-Up gratulieren, genauso dämlich ist es, wenn alle zu erledigenden Gegner bereits überdeutlich vormarkiert sind. Wo bleibt da noch der Spass am Spiel, daran, etwas zu entdecken? Und ja, wenn das Spiel für Zweijährige spielbar ist, weshalb spritzt dann so viel Blut?

Warum rennen die neuen Jägerbegleiter, die man nun ab Level 1 ertragen muss anstelle des anzugreifenden Ziels Hasen hinterher? Wenn schon Begleiter, dann will man sich diesen doch selbst aussuchen, man würde ja auch nicht ein Auto fahren, dass einem nicht gefällt, nur, weil es einem jemand schenkt. Dann verkauft man es lieber. Und Bären sind nun einmal nicht jedermanns Fall. Ich gehe mit Hunden auf die Jagd, ob Blizzard das passt oder nicht. Kinder mag man ja bevormunden können, ältere Spieler eher nicht, und zu den einfachen Quests am Anfang noch ein Pet, danke, man kann darauf verzichten.

Die Munition wurde entfernt, und man kann sie dennoch kaufen, wozu? Aber wieso wurde sie entfernt? Schießt der Jäger neuerdings mit Luft? Oder ist die Generation RTL nicht mehr in der Lage zum Händler zu laufen? Sind zu viele Dumpfbacken unterwegs krepiert, weil sie Pfeil oder Patrone vergessen hatten? Hat dann jeweils das große Mimimimimi zu schwer eingesetzt? Klasse. WoW also nun für die Generation, an die man, weil zu dämlich, die Schule anpasst?

Dann, ja dann hat WoW sich entgültig überlebt, denn wenn selbst hier kein Denken mehr erforderlich ist, wozu soll man dann noch spielen? Da lobe ich mir das gute alte Schach. Demnächst muß man vermutlich die Quests nicht mehr lesen, gibt ja derweil genügend Schüler, die Analphabeten sind, sondern bekommt vorgelesen, was zu tun ist.

Wie wäre es denn mit Levelbots, die alleine spielen? Denn genau darauf läuft WoW hinaus. Nicht lesen, nicht denken. Klasse, genial, spielbar für Kindergartenkids, aber nicht mehr für Menschen mit etwas Hirn im Oberstübchen.

Wer also keine Lust mehr hat, immer und jeden Tag dasselbe zu tun, der sollte ganz einfach einmal die rasanten PS3 Spiele ausprobieren, die die Seite PS3 Konsolenspiele im Test regelmässig vorstellt und bewertet, denn in dem Bereich ist das Angebot riesig und macht Sinn, weil es eben anspruchsvolleren Zeitvertreib bietet.

Es lebe die Marktwirtschaft, es lebe das Kapital, es lebe Blizzard, aber wenn das so einfach wird, nicht mehr von der Kohle vieler Altspieler.

©denise-a. langner-urso

 

Foto: wow-wiki

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