Wulff – Leidet der Bundespräsident an Pseudologie?

Pseudologen sind Menschen, die quasi lügen müssen. Oft sprechen diese Menschen auch nicht in der Ich-Form sondern reden häufig vom Team, der Gruppe oder in der Man-Form. Und auffällig war es schon, das Man-Gerede des Präsidenten, der versuchte, sich von seinem Ich zu distanzieren.

Diese Unwahrheiten die dann gesprochen werden finden statt, weil man über Jahre hinweg gelernt hat, sich selbst zu täuschen, um Dinge, die man einfach nicht wissen will, zu verschleiern.

Wulff hat eine schwere Kindheit gehabt, der Vater lies (wie auch Wulff ) die Frau im Stich, ist also nicht besser, als der Bundespräsident und dann die verstecke Halbschwester, die er am liebsten weglügen würde. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Man lügt sich in eine heile Welt hinein.

Sehr oft zeigen solche Menschen, Pseudologen auch ein überbetont emotionales Verhalten wie im gestrigen Interview.

Pseudologen können bestimmte Traumata wie Entbehrungen (vielleicht war es die der väterlich mangelnden Liebe) aus der Kindheit nur durch Lügen ertragen.

Die Pseudologie ist eine ernsthafte Erkrankung und kann nur dann behandelt werden, wenn der Kranke einsichtig ist.

Aber schauen wir einmal, wie der Kranke sich verhält, und wir erkennen genau den Bundespräsidenten:

1. Eine Kindheit, in der es an Aufmerksamkeit mangelte; häufig wurden die Betroffenen in der Kindheit gehänselt oder waren Außenseiter. Geringes Selbstbewusstsein, das der zwanghafte Lügner zu stärken versucht, indem er sich interessant macht. (Trifft auf den Bundespräsidenten zu)

2. Zentrum der Lügengeschichten ist immer der Lügner selbst, sein dramatisches Schicksal oder sein außergewöhnliches Leben. (Darauf verweist der Bundespräsident bevorzugt)

3. Geringes Selbstbewusstsein, das der zwanghafte Lügner zu stärken versucht, indem er sich interessant macht. (Ist der Bundespräsident/Ex-Ministerpräsident, dadurch, dass sich Menschen wie Maschmeyers als seine Freunde bezeichnen können)

4. Graduelles Abtauchen in eine Wunschwelt. Der Lügner schlüpft in Rollen. Die Unwahrheiten sind meist raffiniert auf das Gegenüber abgestimmt. Das Lügen wird zum Automatismus und entzieht sich der Kontrolle des Pseudologen. (Die Wunschwelt, das sind die schillernden Freunde, die teuren Urlaube, das Haus, das Amt)

5. Die Lügengeschichten sind komplex und werden stets weiter ausgebaut. Dadurch wirkt der Pseudologe auch zunächst sehr überzeugend und vertrauenswürdig und ist schwer zu entlarven.

6. Kommen die Lügen dann dennoch ans Licht, reagiert der Lügner häufig wütend oder aggressiv. (wie Wulff bei seinem Anruf bei der Bildzeitung)

7. Schuld- und Schamgefühle beim Lügen fehlen. Nach Ansicht des Pseudologen sind es vielmehr die anderen, die ihm schaden wollen oder Fehler machen.

8. Es gibt nur wenig Krankheitseinsicht.

9. Es wird auch dann noch weitergelogen, wenn sich der Lügner selbst damit schadet. (Auch das trifft im Falle des Bundespräsidenten zu)


Was aber sind die Vorteile?
Die Pseudologischen Narzissten mit dissozialen Neigungen unter diesen Menschen etwa lügen aus Unfähigkeit, für irgendetwas die Verantwortung zu übernehmen in dem Bewusstsein, das Recht hierzu zu haben, und um sich immer und überall (auf Kosten Anderer) Vorteile zu verschaffen aus dem Zwang heraus, Triebe und Bedürfnisse unmittelbar zu befriedigen. Sie haben die Neigung zu unüberlegten Reaktionen , wiederholtem Lügen, Selbstbezogenheit.

Auch haben Pseudologen so ständig die Möglichkeit, sich ständig durch Entschuldigungen und darin enthaltenen Demutsbezeugungen, irgendwie geschickt in die Opferrolle zu bringen, so dass ihnen dadurch Aufmerksamheit, Anerkennung und Mitleid zuteilwerden. Auf der anderen Seite hingegen versagen sie darin,vorausschauend zu planen, was passiert, wenn die Lügen enttarnt werden.

Pseudologen leiden auch oft unter dem Phänomen, dass sie sich an Gesagtes anders erinnern und Dinge anders schildern, als diese wirklich stattgefunden haben, und sie tun das in voller Überzeugung. Das kann soweit führen, dass sich Pseudilogen an bestimmte Ereignisse gar nicht erinnern, weil sie sie völlig verdrängt haben.

Litte der Bundespräsident an dieser Krankheit und wüsste darum, dann wäre also die Veröffentlichung des genauen Wortlautes der Bildbeschimpfung unter Umständen für ihn fatal, weil er eben weiss, dass er nicht weiss, was er an diesem Tag auf dem Anrufbeantworter hinterlassen haben könnte.

Auch widerspricht ja derweil die BW Bank heftig der Darstellung im Zusammenhang mit dem Kredit, denn natürlich macht kein Geldinstitut quasi zwischen Kloschüssel und Handwaschbecken den Handschlag, der dann als Kreditzusage gilt.

So ist vielleicht auch die Tatsache zu verstehen, dass der Bundespräsident von der Buchfinanzspritze nichts gewusst haben will.

Wer aber weiss vielleicht von der eventuellen Krankheit des Präsidenten, die ja keine Schande wäre, die dann aber sein Handeln verständlicher machen würde?

Und keine Sorge, der Bundespräsident befände sich in bester Gesellschaft, sollte er unter der Pseudologie leiden. Auch Karl-May, Heinrich Heine und Goethe sollen von dieser Krankheit betroffen gewesen sein.

Die Frage die sich aber stellt ist die, ob man in solchen Sphären noch „wahre“ Freunde hat, die einen auf eine eventuelle Erkrankung hinweisen würden, denn dazu sind schliesslich „echte“ Freunde, sind solche da, die nicht nur zum Eigennutz jemanden umschleimen da. Und wäre der Bundespräsident bereit, sich mit dieser Möglichkeit auseinander zu setzen, sich einer eventuell notwendigen Therapie zu unterwerfen? Krankheit ist keine Schande und würde vieles von dem, was uns an seinem Erscheinen merkwürdig erscheint, in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Dazu auch interessant: Gestatten, Münchhausen! Wenn Lügen zur Krankheit wird

©denise-a. langner-urso

 

 

 

 


 

 

 

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