Berlin – Straftaten eines traurigen Wahlabends

 

Und nein, diese Straftaten wurden nicht von denen begangen, die angeblich das Land fluten, und denen von gewissen Akteuren nachgesagt wird, sie wollten unsere Kultur verändern, diese Straftaten wurden begangen von einem Taxifahrer, der drei Afdler transportierte.

So also schaut sie aus, jene Kultur, die unbedingt erhalten werden muss, und die geht so: Entfernen von einem Unfallort, unterlassene Hilfeleistung nachdem man drei Menschen angefahren hat, weit überhöhte Geschwindigkeit, rasen über eine rote Ampel. Klasse!

Und was fällt der anwesenden Polizei ein, die sich selber nur durch Sprung zur Seite vom Umgefahrenn retten kann? Sie zeigt die angefahrenen Menschen, die nichts taten als zu protestieren, wegen Zusammenrottung und Landfriedensbruch an. Wunderschöne neue Welt. Ich aber frage mich: Wie weit rechts steht eigentlich die Berliner Polizei, wenn Polizisten Angefahrene anzeigen, die ja, ungerufen protestieren, die sich gegen aufkeimenden Extremismus stellen, in immer dunkler werdenden Zeiten?

Ich erwarte dazu eine Aussage. Und ja, ich erwarte auch, dass man das so nicht durchgehen lässt. Und wer sagt denn, dass alle drei Verletzten tatsächlich Demonstranten waren? Was, wenn darunter ein Unbeteiligter war, der einfach nur an dieser Stelle die Straße überqueren wollte? Ganz ehrlich, für einen einzige Abend sind mir das ein paar zu viele Straftaten im Umfeld einer gewissen Partei auf einen Schlag.

Und was wiegt denn schwerer? Menschen niederzumähen, weil sie protestieren? Keine Hilfe zu leisten, sich von einem Unfallort zu entfernen, zu rasen und rote Ampeln zu missachten? Das also ist Kultur oder wie? Das tun die, die ständig von Recht und Gesetz schwafeln und dass sie dies alles wieder hergestellt sehen wollen? Danke, wir haben verstanden, was gewisse Herrschaften unter Gesetzen verstehen, wie sie ihr Recht beanspruchen.

Sie wollen Recht und Gesetz hergestellt haben? Bitte gerne! Möge man sie ausfindig machen, auf dass sie der Hammer der Justiz mit aller Härte trifft. Und der Polizei sei gesagt, sie hat das Leben von Menschen und deren Gesundheit über alles andere zu stellen. Wem im Augenblick einer oder gar mehrerer Straftaten und Verletzten nichts anderes einfällt, als zuerst diese anzuzeigen, der hat in so einer Position absolut nichts verloren!

Wo also steht sie, die Berliner Polizei? Steht sie zum Grundgesetz oder beschützt sie doch im Zweifelsfall eher die, die dieses am liebsten umschreiben und erneut abstimmen lasssen würden, auf dass es alleine ihnen und ihren Gesinnunggenossen hilft? Wo stehst du, Berliner Justiz? Ganz ehrlich? Mulmiger war es mir noch nie, ich bekomme derweil immer öfter Angst, wenn ich irgendwo einen deutschen Polizisten nur aus der Ferne sehe. Wie konnte es so weit kommen?

©denise-a. langner-urso

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