Machen Sie das mal in der Ukraine oder anderswo…Das 25.000 Euro-Kopfgeld

Da reden wir immer von Demokratieabbau und drohender Einschränkung der Pressefreiheit, und nebenbei stürzen wir mit Hilfe von Medien und Netzwerken Politiker. Wer nicht ausgerechnet in der Grundgesetzentleerten Zone Frankfurt lebt, der hat vielleicht noch einen intakten Internetzugang und liest mit Erstaunen jene Mitteilungen, die die großen Medien noch gar nicht wahrgenommen haben, vielleicht, weil alle stets unter anderen Überschriften mit einem anderen Verlagshaus um die Leser kämpfen. Also bitte, sollen sie, wir dürfen aber jene Texte im Original abbilden, die einem Abbau der Pressefreiheit, Einschränkung freier Meinungsäusserung und Demokratieabbauängsten wahrlich etwas entgegensetzen, und die einem den Mund offen stehen lassen. Denn das, was so unzensiert möglich ist, dafür würde man andernorts verschwinden, gehenkt oder geköpft werden.

Ein Netzwerk startet den Fronatalangriff auf, man lese und staune, auf die Eigentümer Krauss-Maffei Wegmann. Die tapfere Truppe nennt sich Zentrum für Politische Schönheit und hat ein 25.000 Euro hohes Kopfgeld ausgelobt, für Hinweise, die zur Verurteilung derer führen, die am Panzerdeal mit Saudi-Arabien beteiligt sind.

Sogar erste Erfolge will man bereits erzielt haben, hier nun also die Texte:

Mitteilung 1:

Panzerdeal mit Saudi-Arabien: Kopfgeld auf Eigentümer von Krauss-Maffei-Wegmann ausgesetzt

• 25.000 Euro Belohnung ausgelobt für Hinweise auf Strafvergehen der Eigentümer
• Fahndung auf erstem Großplakat in Berlin-Mitte veröffentlicht
• Die Eigner sollen der gesellschaftlichen Verantwortung für ihr Unternehmen nachkommen

(Berlin, 21. Mai 2012) Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) hat heute eine Belohnung von 25.000 Euro ausgelobt für Hinweise aller Art, die zur rechtskräftigen Verurteilung der Eigentümer des Waffenkonzerns Krauss-Maffei Wegmann (KMW) führen. Auf einem Großflächenplakat in Berlin-Mitte und einer Webseite (www.25000-euro.de) hat die Initiative heute Dossiers mit Namen, Fotos und Informationen zu den wichtigsten Eigentümern des Familienunternehmens veröffentlicht.

„Diese Personen leben vom Geschäft mit schwerem Kriegsgerät an autoritäre Regime und gehören ins Gefängnis. Dafür wird die Zivilgesellschaft jetzt sorgen“, sagt Johannes Metzler, Sprecher der Initiative. Der Schritt wurde nötig, nachdem zuletzt kein politischer Willen der Bundesregierung erkennbar war, den Panzerdeal mit Saudi-Arabien zu stoppen. Weder eine breite zivilgesellschaftliche Allianz, noch medialer Druck oder Strafanzeigen haben bislang etwas bewirkt.

Unter den Eigentümern befinden sich Anthroposophen, Künstler, Fotografen, Lehrer, Psychologen, sogar ein Mozart-Biograph und Mitglied der Humanistischen Union. „Wir fragen nach der Verantwortung der Eigentümer für ihr eigenes Unternehmen“, betont Philipp Ruch. „Für niemanden, für keinen gewählten Politiker, keinen Menschenrechtler, nicht einmal für die Generäle der Bundeswehr ist es so einfach, Einfluss zu nehmen auf die Firmenpolitik von Krauss-Maffei Wegmann.“ Der Panzerdeal mit Saudi-Arabien stellt einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz dar und bricht den Verhaltenskodex der EU zu Waffenexporten. Der Leopard 2A7+ Panzer wurde speziell für den Einsatz in Städten entwickelt. In einem Aufruf (auf der Webseite) wendet sich die Menschenrechtsorganisation Bahrain Rights an die Haupteigentümer von KMW, die Panzer unter keinen Umständen nach Saudi-Arabien zu liefern. Saudi-Arabien hatte zuletzt den Aufstand in Bahrain mit aller Brutalität niedergeschlagen. Auf dem Index des Economist zu politischen Rechten und Freiheitsrechten rangiert Saudi-Arabien auf Platz 161 von 167.

Über das Zentrum für politische Schönheit
Das Zentrum für Politische Schönheit ist eine Menschenrechts- und Aktionskünstlergruppe aus Berlin, die in Medienberichten als „das wohl spannendste Projekt deutscher Künstler seit der Gruppe 47“ bezeichnet wurde. Zuletzt lieferte es die Baupläne für einen „Pillar of Shame“ im Namen von über 6.000 Überlebenden des Srebrenica-Genozids und legte sich mit der Deutschen Bank wegen deren Nahrungsmittelspekulationen an.

Stimmen zum Panzerdeal
„Und jetzt liefern wir denen die besten Kampfpanzer der Welt!“ – Norbert Lammer, Präsident des Bundestages
„Denen jetzt Panzer zu schicken mit sogenannten Räumschilden, gleichsam Demonstrantenschaufeln, nachdem sie in Bahrain geholfen haben, die schiitische Erhebung niederzuschlagen, finde ich absolut fürchterlich.“ – Theo Sommer

Ortstermin
Das Großflächenplakat (10×2 m) wird heute, 21. Mai 2012, 11 Uhr in Berlin-Mitte (Torstraße / Ecke Alte Schönhauser Straße) feierlich eingeweiht.

Pressekontakte
Philipp Ruch

Stefan Pelzer

presse@25000-euro.de

http://www.25000-euro.de

und jetzt Text 2:

Panzerdeal mit Saudi-Arabien: Erfolgsmeldungen bei Fahndung nach Strafvergehen von Krauss-Maffei Wegmann Eigentümern

• Kuratorin wendet sich mit eindringlichem Appell direkt an drittwichtigste Eigentümerin der Panzerschmiede, den Saudi-Deal zu stoppen
• 25.000 Euro Belohnung ausgelobt für Hinweise auf Strafvergehen der Eigentümer
• Geschütztes Formular für KMW-Insider, die auspacken wollen, aufgesetzt

(Berlin, 23. Mai 2012) Nachdem das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) am Montag eine Belohnung von 25.000 Euro für Hinweise aller Art ausgelobt hat, die zur rechtskräftigen Verurteilung der Haupteigentümer des Waffenkonzerns Krauss-Maffei Wegmann (KMW) führen, sind inzwischen erste Erfolge zu verzeichnen: auf der Webseite haben sich in 2 Tagen 300.000 Menschen über die Besitzer informiert. 22 Hinweise gingen bislang ein, von denen 4 juristisch geprüft und weiterverfolgt werden. Da sich bei den Initiatoren zunehmend KMW-Insider melden, wurde auf der Webseite (www.25000-euro.de) inzwischen ein geschütztes Formular aufgesetzt, über das Mitarbeiter von KMW anonym Hinweise auf unsaubere Machenschaften einsenden können. Im Twitter-Account des Regierungssprechers thematisierten gestern 3 von 4 Bürgerfragen den Panzerdeal mit Saudi-Arabien. Der Humanist und Menschenrechtler Rupert Neudeck lobt die Aktion mit den Worten: „Das ist ein genialer Versuch. Und wenn ich mitmachen kann, werde ich mittun.“

Viel wichtiger aber ist, dass die Aktion dem Ziel, den Export der Panzer zu verhindern, ein gewaltiges Stück näher gerückt ist. Wie am Montag bereits mitgeteilt wurde, befinden sich unter den zentralen Profiteuren des Milliardengeschäfts mit Saudi-Arabien Waldorfschüler, Künstler, Fotografen, Lehrer, Psychologen, sogar ein bekannter Mozart-Biograph und Mitglied der Humanistischen Union. Diese Personen haben offenbar nicht nur gegenüber der deutschen Öffentlichkeit ein Schattendasein geführt, sondern selbst langjährigen Freunden und Bekannten verschwiegen, dass sie Anteile am Rüstungskonzern halten. Darauf deuten Informationen von 4 Personen aus dem Umfeld der Eigentümer hin, die den Initiatoren für die Offenlegung der Eigentümerverhältnisse von KMW dankten.
Die Kuratorin Carmen Kästner teilte uns gestern mit, die drittwichtigste Eigentümerin von KMW persönlich nicht nur zu kennen, sondern ihre Fotoarbeiten auch ausgestellt zu haben. Auf der Webseite der Eigentümerin ist die „Blickachse“-Ausstellung auch mit einigem Stolz präsentiert. Kästner wendete sich daraufhin mit einem eindringlichen Appell direkt an die Eigentümerin, aus dem an dieser Stelle zitiert werden darf:

„Nun muss ich heute erfahren, dass du Anteile an der Firma Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG besitzt. Das passt so gar nicht in das Bild, das ich von Dir aus der Zeit der künstlerischen Zusammenarbeit habe. Wie geht das zusammen – frage ich mich und wende mich daher auf diesem Weg direkt an Dich.Ich appelliere an Deine Menschlichkeit und fordere Dich hiermit auf: Bringe Dich aktiv in die Firmenpolitik der KMW ein. Helfe mit den Panzerdeal mit Saudi-Arabien ein für allemal abzublasen.“

Nach übereinstimmender Auskunft mehrerer Organisationen handelt es sich bei dem Leopard 2 Deal mit Saudi-Arabien um das größte Waffengeschäft in der jüngeren Geschichte Deutschlands. Der Leopard 2 Panzer wurde speziell für die Aufstandsbekämpfung entwickelt. Auf einem Großflächenplakat in Berlin-Mitte (Rosa-Luxemburg-Platz) und einer Webseite (www.25000-euro.de) sucht die Initiative Hinweise auf mögliche Strafvergehen der Eigentümer, um sie ins Gefängnis zu bringen. Der Schritt wurde nötig, nachdem zuletzt kein politischer Willen der Bundesregierung erkennbar war, den Panzerdeal mit Saudi-Arabien zu stoppen. Weder eine breite zivilgesellschaftliche Allianz, noch medialer Druck oder Strafanzeigen haben bislang etwas bewirkt.
„Wir fragen nach der Verantwortung der Eigentümer für ihr eigenes Unternehmen“, betont Philipp Ruch. „Für niemanden, für keinen gewählten Politiker, keinen Menschenrechtler, nicht einmal für die Generäle der Bundeswehr ist es so einfach, Einfluss zu nehmen auf die Firmenpolitik von Krauss-Maffei Wegmann.“ Der Panzerdeal mit Saudi-Arabien stellt einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz dar und bricht den Verhaltenskodex der EU zu Waffenexporten. Auf dem Index des Economist zu politischen Rechten und Freiheitsrechten rangiert Saudi-Arabien auf Platz 161 von 167.

Über das Zentrum für politische Schönheit
Das Zentrum für Politische Schönheit ist eine Menschenrechts- und Aktionskünstlergruppe aus Berlin, die in Medienberichten als „das wohl spannendste Projekt deutscher Künstler seit der Gruppe 47“ bezeichnet wurde. Zuletzt lieferte es die Baupläne für einen „Pillar of Shame“ im Namen von über 6.000 Überlebenden des Srebrenica-Genozids und legte sich mit der Deutschen Bank wegen deren Nahrungsmittelspekulationen an.

Pressekontakte
Philipp Ruch

Stefan Pelzer

presse@25000-euro.de

www.25000-euro.de

und da behaupte noch mal jemand, die Meiningsfreiheit sei bedrohnt, machen Sie sowas mal woanders! …

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