Zeitalter des Gagaismus – Nordkorea und „besorgte“ Bürger

 

Langfassung: Gaga ist Muss, je irrer desto besser – politisch oder gut bürgerlich, egal ob links, rechts oder mittig.

Was ist eigentlich in der Welt los, ich begreife sie nicht mehr. Diktatoren morden sich ungestraft durch ihre eigenen Völker, andere ernennen sich selber zu geistlichen Führern und schlachten jeden ab, der sich ihnen in den Weg stellt, ihnen nicht folgen will.

Und in diesen Zeiten denke ich immer öfter daran, dass es irgendwann einmal möglich war, völlig ohne große Kriege gewissen Herrschaften das Handwerk zu legen, ohne große Verluste. Ich sage nur Mossad und verweise auf einen Artikel von 2006.

Heute haben wir viel bessere Informationswege und doch scheint niemand in der Lage zu sein, mit geringen Mitteln und ohne Kriege die schlimmsten Terroristen, und gewisse Diktatoren und selbsternannte Propheten sind nichts anderes, aus der Welt zu befördern.

Ich frage mich auch, wer arbeitet eigentlich mit Nordkorea derart eng zusammen, dass es dem Land möglich ist, derzeit die ganze Welt in Alarm zu versetzen, und was, wenn jetzt Trump Präsident der Vereinigten Staaten wäre? Himmel, wie verrückt muss man sein, dass so einer eventuell Präsidentschaftskandidat werden kann?

Auf Twitter postet man vielleicht, was irre genug ist, gerade sein Spiegelei und irgendwo startet ein Irrer eine Atomwaffe, derweil irgendwo besorgte Bürger sich sorgen, weil in ihrem, im Verhältnis zum größten Rest der Welt, reichen Land ein paar Flüchtlinge mitversorgt werden sollen, derweil man irgendwo an der Grenze Europas Flüchtlinge mit Stacheldraht und Tränengas an der Weiterreise hindert, deren Kinder in eiskalten Nächten auf dem Boden schlafen müssen, denen die Mutter vermutlich zuzüglich die eigene Ration vom wenigen Essen gibt, das sie selber bitter nötig hätte.

Ich könnte den ganzen Tag lang reihern, es ekelt mich an! Wenn dieser Irre vom anderen Ende der Welt seine Waffe zündet, dann bleibt den besorgten Bürgern hier, die Trump vermutlich die Bude einrennen würden, vor Freude, dass er gegen alles pöbelt, was ihm fremd erscheint, nämlich nicht einmal mehr das eigene Leben. Und wenn es irgendwo tatsächlich einen Gott geben sollte, an den ich leider nicht glauben kann, aber wenn es ihn geben sollte, dann wird er hoffentlich erkennen und sich erinnern, wer sich besorgt zeigte, weil fremde Kinder an seine Tür klopften, so dass er sie abwies.

Es gibt nämlich Bedrohlicheres als ein paar vertriebene Menschen. Er gibt einzelne Wahnsinnige, die jene vertreiben, die hier um Einlass bitten. Und die paar irren Einzelnen, jene wie der Nordkoreaner, wie Assad oder ein gewisser wahnsinniger Prediger, die sind die wahre Bedrohung, und zwar für uns alle.

Ja, jetzt kann man tatsächlich besorgter Bürger sein, allerdings nicht wegen hungernder und frierender Menschen, die nichts mehr haben außer ihrer Kleider am Körper.

Ja, jetzt bin ich auch besorgt, ich bin es aber, weil mir das Verständnis dafür fehlt, dass niemand in der Lage zu sein scheint, auf anderen Wegen gewisse Irre auszuschalten und sie immer länger gewähren zu lassen, allen voran einen kleinen fetten Irren. Wo sind nur die guten alten „Bonds“ samt ihren politischen Denkern aus dem letzten Jahrhundert hin, jene mutigen Kerle, die das erledigten, was anders nicht getan werden konnte, außer wenn man sich politisch unkorrekt verhielt?

©denise-a. langner-urso

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