Deutschland – Bauen will gelernt sein

Quer durch die Republik sehen wir eine unendliche Verschwendung von Steuergeldern, wenn gebaut wird. Berlin, Stuttgart und Hamburg, das sind wohl die populärsten Beispiele, die man in diesem Zusammenhang nennen muss. Es gibt aber auch andere, wie unsere Straßen. Bis in diesem Bereich etwas passiert, hat der „Wutbürger“ oft schon den zweiten Neuwagen. Was also ist los in unserem Staate, was läuft da schief? Viel.

Und nicht zuletzt kommen dadurch ganze Branchen in Verruf. Speziell bei den Straßen ist es doch oft so, ist man hinten fertig, kann man vorne bereits neu beginnen. Ich nenne da nur falschen Belag, Unternehmen, die wie Beamte bauen lassen, wodurch, wenn man Pech hat, ab Freitag um eins eben jeder seines macht, ganz zu schweigen von hellen Sommertagen, an denen man auf Baustellen ab 16 Uhr vergeblich nach Bauarbeitern Ausschau hält …

Kein Bürger, der sich ein Eigenheim bauen will, könnte es sich leisten so zu wirtschaften, denn Zeit ist Geld, und kein Normalbürger hätte eine Bank an seiner Seite, niemanden, der ihm Kreditzinsen nicht berechnet, Kredite so nach wirft, wie die Politik es mit unseren Steuergeldern tut. Und ja, natürlich kommt auch eine Branche in Verruf, Architekten nämlich, wenn zum Beispiel, wie am BER, ständig um- und neu geplant werden muss. Berliner Architekten fragen sich vermutlich auch, warum so etwas zugelassen wird, denn was für ein Bild erhält dadurch der Häuslebauer?

©Rainer Sturm  / pixelio.de

©Rainer Sturm / pixelio.de

Gerade, wer baut, und er ist ja vielleicht Wutbürger, bekommt es mit Wutbehörden zu tun, die ohnehin viel zu langsam arbeiten. Dabei zählt jeder Tag, denn es entstehen Zwischenfinanzierungskosten. Jeder, der einmal gebaut hat, weiß das. Und jetzt stellen wir uns einmal vor, der Bürger, dessen zukünftiges Wohnhaus 50 Kilometer entfernt vom derzeitigen Wohnort am anderen Ende der Stadt liegt, erhielte einen Bescheid, sein Haus werde teilweise freigegeben, die Zufahrt samt Garage dürfe er nutzen, sein Auto also schon einmal dort belassen, allerdings werde demnächst erst einmal die Zufahrtsstraße erneuert, er müsse also damit rechnen, hin und wieder auf sein Auto verzichten zu müssen, wenn er es dort belässt, weil er es hin- und wieder nicht benötigt.

Und just an dem Tag, an dem er seinen Urlaub antreten will, das Kfz abholen möchte, weil er inzwischen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzte, um noch etwas zu sparen, ist die Zufahrt tatsächlich gesperrt. Und genau das ist der Zustand, den wir am BER gerade sehen. Da bleibt einem einfach nur die Sprache weg …

©denise-a. langner-urso

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