Angeln – Wieder einmal richtig entspannen

Wer einmal geangelt hat, der weiß die Ruhe und Erholung zu schätzen, die man in kurzer Zeit aus diesem Sport erzielen kann. Mit sich allein an einem See, irgendwo in der Natur, ein gutes Buch und sonst nichts. Einfach herrlich ist das. zur Belohnung dann der Fisch, wenn er gebissen hat, die perfekte Belohnung, nichts schmeckt besser. Hin und wieder so eine Auszeit, und sei sie nur kurz und man ist rundum entspannt. Schleppen mit einem Kahn? Auch nicht übel, man schläft anschließend wie ein Baby.

Gut, nicht jeder mag diese Einsamkeit mit sich selbst, manchmal fährt man auch gemeinsam mit Freunden oder der Familie, aber mit sich allein ist das Erlebnis umso intensiver. Und man muss dafür nicht einmal weit reisen, Angelgelegenheiten gibt es viele, man muss sich danach nur erkundigen. Und man vergisst nicht, wie das geht, das lernt sich wie Radfahren.

Wer allerdings das volle Angelgefühl haben will, der bleibt besser nicht in Deutschland, denn jedenfalls für mein Empfinden gehört ein richtig gutes Lagerfeuer ganz einfach dazu. Und natürlich ist das, wie so viele Dinge, die zur Erholung beitragen in Deutschland verboten. Was aber kann schöner sein, als das Holz frisch zu sammeln, eventuell sogar noch ein paar Beeren oder Pilze. Eben. In Deutschland fast unmöglich und ohne Feuer keine Atmosphäre.

Auf einen Fisch, den mir jemand in einen Teich setzt, damit ich ein garantiertes Angelerlebnis habe, kann zumindest ich verzichten. Norwegen oder Schweden, weit ab davon, dass man ständig über Menschenmassen stolpert, das hingegen ist Erholung pur, und Lizenzen kann man so gut wie überall erwerben. Hinzu kommt ein unglaubliches Naturerlebnis. Und wer lange geangelt hat, der bekommt ein Gefühl dafür, wo der Fisch steht.

Fliegenfischen bringt das beste Erlebnis mit sich, es ist eine Kunstart, ja, so kann man das sagen. Und Spezialisten wissen, wie wichtig die Auswahl der richtigen Rute ist. Ich habe mir mein Werkzeug immer selbst ausgesucht und zusammen gestellt, die Rute gefühlt, weil ich sie beherrschen muss. Auch beim richtigen Köder habe ich immer versucht, mir diesen selbst zu beschaffen. Gut, so ein Aufwand ist nicht nötig, Geschäfte für die Sportart gibt es so gut wie überall und in Ländern, in denen das quasi zum Wochenenderlebnis gehört, gibt es gute Geschäfte ohnehin an jeder Ecke. Ich vermute aber, dass das Wissen über den Sport, außer, man ist Sportangler, immer mehr verloren geht, wie so vieles in diesen Zeiten.

Heute kauft man seine Ausstattung oft im Internet, in Geschäften wie www.angelsport.de. Und doch, ich schaue mir das Material lieber vor Ort an, sofern der Laden ein Geschäft in meiner Stadt hat. Und ich bin kein leichter Kunde, ich weiß, was mir und dem Fisch gut tut.

Übrigens, eine Rute will gut gepflegt sein, und das Zubehör, das kaufe selbst ich online, dafür brauche ich kein Geschäft. Ja, auch ich bin bequem geworden, was meiner Freude am Sport aber nicht geschadet hat.

Es ist Frühling, liebe Angler, und für Eisangelei fühle ich mich zu alt, bin zudem jemand, der es gerne etwas wärmer hat, wobei mich Regen nicht stört, aber Winter, das geht ja gar nicht. Im Frühjahr aber, das kommt wieder die Lust, einfach die Rute einzupacken und weit weg vom Alltag so richtig mit sich allein zu sitzen, an einem gemütlichen Feuer, die Angel griffbereit …

©denise-a. langner-urso

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