BND – Wir und unsere Unternehmen gehören geschützt!

Unsere Interessen gehören geschützt, niemand sonst.

Denn unsere Unternehmen sind die Garanten, dass auch in Zukunft hier in Deutschland noch geforscht, produziert und ausgebildet wird. Technologisches Wissen gehört nicht in fremde Hände. Beginnen wir einmal mit dieser Feststellung und nehmen dann all das hinzu, was den Geheimdiensten so alles an Mitteln zur Verfügung steht, besser gestellt wurde, hinzu kommt noch all das, was wir noch vielleicht gar nicht kennen an Soft- und Hardware um uns auszuspähen. Und genau dort liegt das Problem, die Frage danach: was machen Sie eigentlich nicht. Geheimdienste sind außer Rand und Band, agieren derzeit offenbar kontrollos und zuzüglich stellen sie sich ihre Entlastungspapiere auch noch selber aus. So geht das nicht.

Frau Merkel agiert in diesem Falle wie ein eingeschnapptes Kleinkind, was nichts besser macht oder gleich gar nicht. Wie auch der Rest derer, die den Auftrag haben, Kontrollfunktionen auszuüben. Und ich versuche einfach einmal zu begreifen, welchen Eindruck so etwas bei einem ganz normalen Arbeitnehmer hinterlässt, der auch irgendeine Kontrollfunktion innehat.

Beispiel zur Verdeutlichung

Nehmen wir also einmal an, die Chefs eines sehr feinen kleinen mittelständischen Unternehmens, google hilft wie immer bei der Suche. Gesucht gefunden, die Firma Ridder bietet sich an. Das Unternehmen arbeitet mit einer genialen Technik, von ihm sind nicht nur seine Kunden abhängig, sondern sicher auch so einige Zulieferer, zuzüglich bildet es aus, lässt studieren.

Jetzt stellen wir uns vor, dort gehen alle gleichzeitig auf Geschäftsreisen oder in den Urlaub, meinetwegen auch in den Zoo. Und jetzt ist Kevin allein zuhause, derjenige also, der alle Maschinen am Laufen halten soll, der dafür zu sorgen hat, dass gewisse Dinge wie am Schnürchen funktionieren. Die Firma Ridder ist quasi auf Gedeih und Verderb davon abhängt, dass sie ihren eigenen Kunden genau zugeschnittene Ware liefert. Das muss per Computer überwacht werden, da muss die Stärke des zu zuschneidenden Materials, die Stärke von Wasserstrahlen in Programme eingegeben werden. Und, weil die Chefs aus dem Haus sind, und weil keine Kontrollfunktion wirklich doppelt prüft, denn die Zweitkontrolle macht einfach blau, werden falsche Eingaben getätigt. Das Ergebnis kann man am Ende in die Tonne kippen, und nicht nur das, zuzüglich sind Wasserkosten entstanden und so weiter und so fort. Der Liefertermin kann auch nicht mehr eingehalten werden. Der Kunde klagt. Zulieferer verlieren ihren Abnehmer.

Das Unternehmen ist am Ende platt, schließt, Arbeitsplätze gehen verloren, die Ausbildungsplätze sind weg. Das ist nur ein Beispiel, aber bezogen auf die Bundesregierung kann man auch gerne ein anderes nehmen, man stelle sich vor, eine Familie fährt in den Urlaub, der halbwüchsige Sohn oder die Tochter sollen derweil auf das Haus aufpassen. Jetzt vergisst dieser dass er den Wasserhahn aufdrehte und demnächst die Badewanne überläuft und auf dem Gasherd sein Essen kocht, läuft aus dem Haus, weil da seine Freunde auf ihn warten, die Tür fällt nicht ins Schloss, geht hinter ihm wieder auf. Die Hütte brennt in der zweiten Etage, in der ersten läuft das Wasser ins Erdgeschoss und Keller. Die Familie kommt umgehend zurück, als Nachbarn entdecken, was da abgeht und macht jetzt auch noch falsche Angaben bei der Versicherung, will vertuschen, wie der Schaden wirklich entstanden ist, macht zuzüglich falsche Angaben betreffs des Schadens.

Die Bundesregierung versagt, vertuscht, schaut weg

Und genau so benimmt sich die Bundesregierung. Niemand will wirklich Auskunft erteilen ob Schäden entstanden sind, wo, wem. Alles hilfloses Geschwurbel. Doch der BND ist dazu da, dann einzugreifen, wenn Schaden droht, ihn abzuwenden, und genau das scheint er nicht getan zu haben. Zwar hat irgendwann ein pfiffiger Mitarbeiter seinen Vorgesetzten gemeldet, dass da Dinge abgefragt werden, die nicht abgefragt werden dürften, doch stellt sich die Frage, wie ist es damit dem Mitarbeiter, nennen wir ihn ruhig Störenfried und Whistleblower, ergangen, arbeitet der Mann noch in seiner Funktion und noch wichtiger, wie lange hat es überhaupt gedauert, war das so, wurde mit den Begriffen gesucht. Denn man sucht ja immer den der Sand ins Getriebe streut, nicht aber nach den wahren Schuldigen, nach denen also, die das zuließen. Man entlässt dann zwar stets ein paar unwichtige kleine Fische, aber die Haie, die dürfen weiter im Fischschwarm wildern. Und hier im Falle des BND sind es eben die Kanzlerin und die, die von ihr mit der Kontrolle beauftragt waren, die jetzt ehrlich einer Versicherung erklären müssen, was denn einen Schaden ausgelöst haben könnte, wie er entstehen konnte, warum dagegen nicht früher etwas unternommen wurde.

Nein Leute, so geht das nicht, so wie unser Unternehmen Ridder alles versucht um beste Arbeit zu machen, um sich zu schützen, Arbeitsplätze zu sichern, beste Qualität zu liefern, so sollte auch die Bundesregierung aufgestellt sein, und unter Merkel ist sie das offensichtlich nicht. Denn man hat den Verdacht, und nichts ist schlimmer für den Frieden innerhalb eines Landes, dass geschlampt und vernachlässigt wurde, was geht, dass man lieber in den Zoo geht, als sich um seine eigentlichen Aufgaben zu kümmern und das in einem Bereich, wo Wissen wirtschaftlichen Vorsprung bedeutet, wenn es geklaut wird, wo Unternehmen von Verschwiegenheit bei nationalen und noch schlimmer bei internationalen Bieterverfahren abhängen.

Denn es bleibt ja die Frage nach dem eventuell angerichteten Schaden und die Unternehmen haben ein Recht zu erfahren, ob er ihnen durch Wegsehen entstanden ist, weil ihnen Aufträge bei Bieterverfahren entgingen, ob technisches Wissen in fremde Hände geraten konnte, gelangt ist, welche Unternehmen eventuell noch betroffen gewesen sein könnten.

Und wieder nur Halbwahrheiten

Und es kann nicht sein, es wäre ein Unding, wenn der BND sich auch noch selber entlasten könnte durch einen Dreizeiler. Das ist nicht nur eine Brüskierung, das ist ungeheuerlich, das hebelt jede demokratische Kontrolle aus. Das macht wütend! Und nirgendwo wird das deutlicher als im Kommentarbereich des Tagesspiegel. Die Bürger fühlen sich inzwischen regelrecht verarscht, kapitulieren regelrecht vor solcher Ignoranz, wenden sich von der Politik ab. Und die fühlt sich dafür noch nicht einmal verantwortlich, ist verwundert, hält Bürgerdialoge ab, die eigentlich nur einen Sinn haben, man will sich im eigenen Handeln bestätigen lassen, braucht offensichtlich eine Seelenmassage, fühlt sich ungerecht behandelt. …

Und während man sich versucht loben zu lassen, weil man doch so viel gutes für das Volk tut, versucht man abzulenken vom eigenen Versagen, preist die hervorragende Zusammenarbeit der Dienste, die ja einen eventuelle Anschlag auf ein Radrennen verhindern konnten. Doch man erwähnt mit kaum einem Wort, woher der entscheidende Hinweis kam, nämlich von einer aufmerksamen Kassiererin in einem Baumarkt. Kassiererinnen entlässt man zwar gerne für ein paar Cent, aber würdigt man auch auf der anderen Seite solches Engagement, denn das gehört zum Anstand, Ehrlichkeit, denn der Hinweis, der kam ja erneut eben wohl eher nicht von der NSA, es sei denn, die bildet neuerdings auch unsere Verkäuferinnen aus und setzt sie an Schlüsselstellen der Informationskette ein- oder? Nein, es war eine Verkäuferin, die hier den Schaden verhinderte, dieser Verkäuferin gehört unser Dank, und die Dienste haben nur den Rest getan, ihren Job. Nicht mehr und nicht weniger, und dafür sind sie verflucht noch einmal da, dafür bezahlen wir sie, das dürfen wir ja wohl für den gezahlten Lohn gerade noch erwarten.

Legt den BND endlich an die Kette

Und dafür sind sie da, ist der BND da, um Gefahren von diesem Land, von Deutschland, abzuwehren, hier Anschläge zu verhindern, zu unserer Sicherheit und der unserer Unternehmen, zur Sicherung über deren Schutzes und damit unserer Arbeitsplätze, unserer Zukunft, für nichts sonst. Und es ist nicht ihre Aufgabe, den Amerikanern vorrangig zu dienen, ihnen die Drohnensteuerung in Echtzeit zu ermöglichen, beim Töten ohne vorhergehendes Gerichtsverfahren zu helfen, und dann übrigens auch nicht, denn Deutschland hat die Todesstrafe abgeschafft, wie sie überhaupt in der EU abgeschafft ist. Und ist anderes vorgesehen, dann sollen solche Dienste bitte auch demnächst komplett berechnet werden, dann soll man solche Arbeitsplätze gefälligst dahin auslagern, wo der überwiegend agierende Dienstherr und Auftraggeber sitzt, in die USA nämlich, dann soll die NSA sie heim ins Reich angeblich so hervorragend funktionierender Demokratie holen. Punkt.

Der BND muss informieren, wie er unsere Unternehmen zu schützen gedenkt,  warum er gleichzeitig bei ihrer Überwachung hilft, wenn das doch unseren Interessen entgegen läuft. Wieso er dann, bestünde Gefahr der Verletzung von Gesetzen, nach Übersee, statt an unsere Aufsichtsbehörden liefert.

Und jetzt erwarte ich die Offenlegung eines, nur eines einzigen konkreten Falles samt genauer Beweisführung, in dem ausschließlich durch die Zusammenarbeit von BND und NSA ein Anschlag in Deutschland verhindert wurde, wie, wann, wo. Fakten bitte. Ach ja, und nicht vergessen uns auch mitzuteilen, welches unserer europäischen oder deutschen Unternehmen an diesem wie beteiligt gewesen wäre.

Merkwürdig, dieses laute Schweigen …

Aber wir haben eben auch nur eine machtlose Miniopposition, oder vielleicht doch nicht?

 

©denise-a. langner-urso

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