Frühling! Urlaub im Garten in Google

 

Leute, es ist Frühling und in den letzten Tagen ist der Garten einmal wieder so richtig explodiert. Bei uns zum Beispiel blühen alle Bäume auf einen Schlag. Ein Zaunkönign hat sich direkt zwischen Balken an meiner Hauswand eingenistet, recht laute Untermieter muss man sagen. Denn im Verhältnis zu seiner Größe ist die Vogelfamilie gar nicht leise aber dafür sehr musikalisch. Egal, darum soll es nicht gehen, es geht darum, seinen Garten einfach einmal anders und aufmerksamer zu betrachten als sonst. Bei uns zum Beispiel löst sich inzwischen das kleine Gartenhaus demnächst vermutlich auf. Es ist einfach in zwischen ziemlich alt und bald muss da wohl ein neues hin.

Also her mit dem Computer und mal gucken, was sich anbietet. Google ist eben immer die beste Anlaufstelle. Warte mal, nicht die Artikel, die da erscheinen, umstellen auf Bilder. Ich will ja mal zuerst sehen, was es außer den Häusern gibt, die man in jedem Baumarkt erwerben kann. Ups, ich habe eigentlich gar kein Gartenhaus gesucht, ich suche einen Gartenschuppen, so ein Abstellhäuschen, stelle ich schnell fest, als ich die erste Seite aufrufe, die unter einem Bild verlinkt ist. Macht aber nichts, Gartenhäuschen sind viel schöner, also zurück zu den Bildern, denn es gibt auch sehr niedliche kleine Schuppen, die wie Häuser aussehen.

Ihr glaubt ja gar nicht, was passiert, wenn man so sprunghaft ist wie ich. Hm, zuerst kommen da zuerst auch Abbildungen ganzer Webseiten, also scrollen und schau mal einer guck, plötzlich ist man irgendwie ganz woanders, nämlich mitten im Urlaub. Und ja, ich weiß, Google, aber die Suchmaschine weiß nicht, dass ich mir da allenfalls Ideen besorge, Anregungen, denn wozu kann man selber zeichnen? Ich will ja was, was eben am Ende nicht bei den Nachbarn auch so steht. Und das kann Google eben nicht, mir so ins Hirn schauen, dass es begreift, was da gerade abgeht. Klar, die Maschine weiß, ich interessiere mich für ein gewisses Produkt, warum, das kann sie eben nicht wissen. Und jetzt klebe ich an allem, was es so für den Garten gibt. Allerdings eben nur, um mir Ideen zu holen und dann irgendwie etwas ganz eigenes daraus zu machen. Und ich lande in einer Art Märchenwelt, denn beim weiteren Suchen finde ich Bilder von kleinen Häusern, die ganz bestimmt nicht bei Hinz und Kunz stehen. Ich verlinke für Euch einfach einmal zwei ausgefallene Ideen:

Bild 1

Bild 2

So nach etwa zwei Stunden bin ich fertig. Ein Haus von der Stange soll also ganz sicher nicht bei mir im Garten landen, das ist klar, klar ist auch, ich bin in der Zwischenzeit auch auf den Dreh gekommen, mal wieder im Graten zu feiern, weiß zwar nicht wann und wie, was ich aber weiß ist, irgendeine Art von netter Pagode soll dann her, und auch dafür habe ich mir derweil Anregungen besorgt, und auch die soll irgendwie anders aussehen als so, wie sie oft bei Unternehmen stehen, wenn man Messen besucht, Fackeln gehören immer irgendwie dazu, nur die, die habe ich seit Jahren, und die sind wohl so ziemlich das einzige, was ich da für den Garten gekauft habe, alles andere, bis zu Lampen, die mal irgendeinem anderen Zweck dienten, kann man sich selber einfallen lassen. Und eine Bank aus Baumstämmen, ein Tisch aus Baumstamm, all das kann man selber kreieren. „Ne, kann man nirgendwo kaufen“, nichts ist wohl schöner als das sagen zu können.

Und übrigens, das Hexenhaus finde ich genial, so oder so ähnlich kann man etwas für seine Kinder bauen, wenn man Kinder hat. Und wenn man nett nach Abfallholz fragt, dann bekommt man öfter von netten Unternehmen oder irgendwo bei einem Förster auch mal das, was man dafür braucht, völlig für Wumpe.

Ich jedenfalls bin in den zwei Stunden irgendwie so oft von Seite zu Seite gesprungen, dass das tatsächlich wie ein Urlaub war. Nur eins darf man nicht vergessen, immer über die Bilderseite zu starten, und immer von dieser weiter. Und fällt einem inzwischen ein anderer begriff ein, ab zu den entsprechenden Bildern und von da aus weiter. Einfach mal ausprobieren, ihr glaubt ja gar nicht, wo man überall landet! Und nö, Google bezahlt mich nicht, ich finde es einfach genial, was so eine Maschine alles mit der eigenen Phantasie macht, von wo aus man startet, und wo man am Ende ankommt. Und so gut ist einfach keine andere Suche, zu eintönig, zu langweilig, nicht bunt genug.

So, und demnächst schau ich mal, wohin mich eine Bilderseite mit Schmetterlingen führt. Und nö, ich werde keine Bücher in der Richtung kaufen wollen und bin auch kein Schmetterlingszüchter, kein Biologe oder Sammler. Ich bin einfach nur neugierig wo ich überall beim Hüpfen so lande. Und beim Urlaub in Google stört kein fremdes Handtuch bei der verzweifelten Suche nach dem schönsten Liegestuhl, ätsch.

Man kann also tatsächlich in Google Urlaub machen, im eigenen Garten.

Ui, wenn es mal regnet oder zu kalt ist, ist Sonne vielleicht eine gute Suchidee. Oder nö, geh ich gleich mal gucken. Tschüssi, bin mal Sonne googlen …

©denise-a. langner-urso

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