Hochwasser – Europäische Solidarität Null …

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Wenn es in der EU oder irgendwo in der Welt zu einer Katastrophe kommt, dann springen die Deutschen was das Zeug hält. Dann wird gesammelt und gespendet und die Welt weiß, Deutschland ist solidarisch. Dann veranstalten ARD und ZDF Galas, dann springen die üblichen Verdächtigen gewisser Parteien samt Schecks in Bahn oder Flieger, dicke Spendensäcke im Gepäck. Dann reisen deutsche Privatleute mit Kisten samt Spenden an und helfen, was das Zeug hält, dann springen auch Unternehmer bei. Und jetzt in der Flut beweist man uns seitens der EU, wie weit man anderswo mit uns solidarisch ist. Die Solidarität ist gleich NULL!

Sogar unsere Fernsehsender muss erst der Bundespräsident ermahnen, eine Spendengala abzuhalten, um denen zu helfen, denen jetzt vermutlich demnächst Mahnungen ins Haus flattern, das es gar nicht mehr gibt, denn beim Abkassieren, da sind sie alle solidarisch, unsere netten Nachbarn der EU und unsere öffentlich rechtlichen Fernsehsender. Zahlen muss er, der Deutsche, bürgen auch. Ansonsten aber steht er alleine da, der Bundesbürger, wie man jetzt sieht. Nein, wir zahlen brav für die fehlenden Sandsäcke, das gehört sich so, und wenn wir wirklich Hilfe brauchen, dann sind die Kassen wie von Zauberhand leer. Der Tagesspiegel schrieb kürzlich dazu:

Hochwasser in Deutschland Regierung will finanzielle Hilfe bei der EU beantragen, und im Artikel steht dann jener Satz, den Haushaltskommissar Janusz Lewandowski verkündete, die Kassen seien leer, die EU habe keine Gelder, um den betroffenen Staaten zu helfen. Danke Europa. Derweil aber schreit genau dieses Europa nach unbegrenzter Feuerkraft für den ESM, Spanien, um genau zu sein. Und wer ist der größte Bürge? Richtig, wir Deutschen, denen uns das Wasser bis zum Halse steht. Wir dürfen wieder solidarisch sein, versteht sich, wenn man unserer Politik die Hand beim Unterschreiben von Bürgschaften halten kann, dann sind Pleitestaaten ja auch solidarisch …

Wo aber bleibt die Solidarität der Europäer in Zeiten der Flut? Springen dort auch die üblichen Verdächtigen aus der Politik, wie bei uns in Notzeiten in anderen europäischen Staaten Linke und Grüne in irgendwelche Gefährte, dicke Schecks und Hilfslieferungen für Flutopfer in der Tasche? Veranstaltet jemand im europäischen Ausland Spendengalas für unsere Flutopfer? Reisen arbeitslose Spanier, Italiener und Griechen an, sichern gemeinsam mit uns die Deiche? Fragen diese Staaten, ob wir Hilfe brauchen? Pustekuchen, das wird ja nicht bezahlt, dafür gibt es ja keinen Scheck ..

Ja und daran sieht man eben, wer die wahren Freunde sind, Deutschland hat keine. Deutschland darf geben und helfen, wenn es aber selbst in Not gerät, lassen die Europäer es eiskalt absaufen, und erneut: Danke Europa, da weiß man als Bundesbürger, was man davon hat. Nichts nämlich. So einfach ist das. Und dann wundert man sich, dass die Menschen von diesem Europa immer weniger halten, so wenig spenden, Rettungsschirme ablehnen. Macht sich darüber eigentlich noch jemand Gedanken, über die unendliche Hilfsbereitschaft unserer lieben europäischen Nachbarn?

©denise-a. langner-urso