Snowden – Der Staaten schlimmster Alptraum – Warum?

Snowden soll, so sagt es zumindest der Journalist Glenn Greenwald, für den Fall, dass ihm etwas passiert, so brisante Daten an verschiedenen Orten deponiert haben, dass es den USA mehr schaden würde, als sie es sich ausmalen können. In diesem Augenblick würden diese veröffentlicht. Ich will mir lieber nicht ausmalen, was sich da vielleicht viele Menschen zum Wohle der Welt wünschen …

Was nämlich wären so brisante Informationen, die so schädlich und vermutlich gleichzeitig unendlich wichtig für die Weltgemeinschaft sein könnten? Spekulieren wir doch einfach einmal.

Stuxnet, das fällt mir dazu zuerst ein. Und sicher war das gegen das, was die Staaten vermutlich loslassen könnten nur ein harmloses Versuchswürmchen. Was, wenn die USA längst Kontrolle über sämtliche Atomwaffen, Waffensysteme und Atomkraftwerke übernehmen könnten? Glauben Sie nicht? Ich derweil schon, und was, wenn das ans Licht der Öffentlichkeit käme?

Die Kriege der USA, das nächste Problem. Man feiert ja, dass eine Drohne auf einem Flugzeugträger gelandet ist. Was aber, wenn Snowdens Daten beweisen, dass die USA gezielt Versuche mit menschlichen Zielen machen, man erinnere sich an angeblich versehentliche Drohnenangriffe auf Hochzeitsgesellschaften. Was, wenn das schier Verbrechen waren, alleine dazu gedacht, dass Soldaten lernen, Drohnen fern zusteuern? Glauben sie nicht? Ich schon.

Was, wenn auffliegen würde, dass die USA in ihren Spionageanlagen auch in EU-Staaten wie Deutschland etwa, nicht alleine Spionage betrieben wird, sondern herauskommt, dass dort gleich unbekannte Foltergefängnisse, die dieser Staat ja weltweit nutzt, inbegriffen sind, von denen niemand wissen soll? Stimmt, muss man nicht glauben, würde speziell die schwarz-gelbe Bundesregierung auch überhaupt nicht tangieren, sind ja schließlich unsere besten Freunde.

Was also, wenn die Datenlage so brisant wäre, dass man die Regierung der USA, diverse Ex-Präsidenten gleich mit, dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ausliefern müsste, weil die Kriegsverbrechen, die im Namen von Demokratie und Freiheit im Rahmen diverser Kriege so brutal waren, dass dagegen Hubschrauberangriffe auf Unschuldige und Folterungen, wie wir sie vom Abu-Ghuraib-Folterskandal kennen, nur Sonntagnachmittagsspaziergänge waren? Was, wenn so ein Folterknast hier mitten in Deutschland gerade gebaut würde, schön versteckt und getarnt als Stützpunkt der US-Armee in Deutschland für 124 Millionen Dollar in Wiesbaden, der auch von der NSA genutzt werden soll. Klasse, wenn der „gute Freund“ im eigenen Haus wohnt. Und schön, wenn demnächst die Drohen vielleicht von da ferngesteuert werden, die Hochzeitsgesellschaften nieder bomben. Die Bundeskanzlerin soll anschließend nur nicht wieder jammern, sie habe doch von alledem nichts gewusst. Naja, die Kanzlerin wird schon wissen warum die Konrad Adenauer von der NSA durch gecheckt werden muss, im Zweifelsfall kann man die Kanzlerin vor brisanten Gesprächen mit Russland noch eben schnell ins Weiße Haus umsteuern, damit sie sich dort Befehle abhole. …

Was, wenn die Daten gar verraten, wo die USA demnächst zuschlagen wollen, ihren geostrategischen Ansatz geschickt hinter Demokratie und Freiheit verbergend?

Nein, Snowden gehört überall hin, nur nicht in die teuflischen Krallen der USA. Und man kann nur hoffen, dass irgendwann nach seinem Tod und einem hoffentlich langen Leben in Freiheit, sofern dies überhaupt möglich ist, das komplette Material letztendlich doch noch veröffentlicht wird, um der Welt die Augen zu öffnen und auch allen angeblich guten Freunden …

 

©denise-a. langner-urso

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