Urlaub und Internet? Vorsicht ist angesagt

In vielen Urlaubsländern kann man sich ganz schön in die Nesseln setzen, wenn man das falsche Bild macht, gewisse Dinge postet, wobei der Empfang selber noch das geringste Übel ist. Bei Fotos gehören ja immer öfter Gebäude dazu, ganz zu schweigen von Aufnahmen von Menschen.

Ein Land sticht ja derzeit ganz besonders ins Auge, die Türkei, da ist derzeit ja so gut wie niemand mehr sicher, da weiß man nie genau, was demnächst verboten wird, ganz besonders, wenn jemand Inhaber eines Doppelpasses ist, denn im Zweifelsfall steht er plötzlich ziemlich alleine da, weil ihm plötzlich niemand hilft, denn dann scheint es ja so zu sein, dass man auf Gedeih und Verderb eben türkischer Staatsbürger ist, auch darüber wurde ja in Ansätzen berichtet. Womit klar ist, dass man als Inhaber einer doppelten Staatsbürgerschaft eigentlich Bürger zweiter Klasse ist, wenn einem das Land, in dem man seinen Lebensmittelpunkt hat, in Notlagen nicht helfen kann, oder es aus Gründen nicht tun würde. Und ob der eigene Zweit-Pass nicht am Flughafen plötzlich ungültig ist, darauf würde ich zum Beispiel nicht bauen.

Wer, der online relativ aktiv ist, hat heute keinen Twitter- oder Facebookaccount? Niemand kann genau sagen, auf welch ominösen Listen er da vielleicht nur wegen eines einzelnen Postings oder geteilten Tweets bereits steht, eventuell per falschem Hashtag umgehend landet. Es soll ja Demokratien geben, die Demokratie völlig anders auslegen, als es hier bei uns der Fall ist, wo es demokratisch ist, wegen Onlineaktivitäten, die willkürlicher nicht sein und sekündlich neu definiert werden können, mal eben jemanden zum eigenen Schutz einzuknasten. Zuletzt hat sich ein gewisser Sportveranstalter ja mit einem Hashtagverbot lächerlich gemacht.

Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn man im Urlaub erkrankt oder seine Medikamente vergisst, ich bin mir nicht sicher, dass jedes Medikament überall zu erhalten ist, und davon, dass eine Onlineapotheke plötzlich Medikamente in den hintersten Winkel der Erde liefert, auch davon sollte man nicht ausgehen. Das nur mal nebenbei.

Banking und Trading macht man am besten von daheim, oder braucht man das im Urlaub tatsächlich? Und dabei kommt es derweil ja auch darauf an, welche Tastatur man benutzt, denn einige Funktastaturen sind leicht auslesbar, wie wir gestern erfahren durften.

Thema Spiele. Im Ausland sind Ampeln oft eher Dekoration als dass sie beachtet werden, oft auch innerhalb Europas, und schon gar nicht käme man in anderen Staaten auf die Idee, dafür ganze Brücken zu sperren, ganz zu schweigen davon, was passieren kann, wenn man da auf der Jagd unvorsichtig wird und falsche Gelände betritt, womit wir beim Thema Pokemon wären. Sitzt das Kerlchen noch auf dem Klo im Hotel, dann mag das ja noch ok sein, hockt es im öffentlichen Raum, wäre ich ganz vorsichtig, und ob das Spiel nicht verboten ist, weil man es eben anders betrachtet als bei uns, nämlich nicht als religionskonform, wer will das schon immer so genau wissen.

Das Internet hat einmal Freiheit versprochen, im Urlaub allerdings kann sich die Nutzung ganz schnell ins Gegenteil verkehren, selbst bei Spielen, wenn diese überhaupt erreichbar sind.

Na dann, guten Start, gute Erholung, und wer richtig abschalten will, der nutzt all das nicht auch noch im Urlaub. Einfach einmal den Wahnsinn abschalten wie früher, einfach mal gänzlich offline gehen, bis auf das Handy im Notfall, das ist sicher auch einmal eine ganz neue,gute und besondere Erfahrung. Und wer im Urlaub etwas ganz Neues erfahren will, hier ist etwas, wenn es schon auf der Erde kaum noch etwas zu entdecken gibt, Zufriedenheit und Ruhe in Enthaltsamkeit, und dafür muss man nicht einmal viel tun, nur den Abschaltknopf nutzen und offline bleiben.

©denise-a. langner-urso

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