Was wäre wenn – EU weite Bürgerproteste, Eurogendfor und INDECT

Offenen Auges in die EU - Diktatur

Griechenland ist derzeit unregierbar, eine Regierungsbildung scheint unmöglich, Athen scheint auf Neuwahlen zuzusteuern. Europas Regierende warnen Griechenland, die Bevölkerung ist verzweifelt, lehnt sie doch weitere Einschnitte ab, denn betroffen sind ja nicht die hausgemachten Eliten, die Reichen des Landes, die längst für tausende Euro in der Woche in London wohnen, ihr Kapital ins Ausland verschafft haben, betroffen sind die entlassenen Arbeitnehmer, die sich plötzlich bettelnd im Rinnstein ihrer Städte wiederfinden, Rentner und junge Menschen, bei steigender Arbeitslosigkeit und Alleinerziehende, die ihre Kinder in Heimen unterbringen, weil ihre Mütter oder Väter sie nicht mehr versorgen können, hinzu kommt es, dass Griechenland jetzt zuzüglich Mittel, die der Sozialhilfe zustünden, nicht mehr auszahlt.

In Spanien haben am Samstag 100.000 Menschen in den verschiedensten Städten protestiert, ebenfalls gegen weitere Kürzungen, steigende Arbeitslosigkeit, gegen ein europaweites System, das nicht dazu in der Lage ist, Banken in ihre Schranken zu verweisen, sie gerecht an der Krise zu beteiligen. Deutschland derweil freut sich über steigende Nachfrage nach militärischem Gerät aus Griechenland, hierfür nämlich ist Geld vorhanden, und derweil die Rüstungsausgaben dieses EU Landes um 8% alleine in diesem Jahr steigen, hungert die Bevölkerung und wird ihrer Wohnungen verwiesen.

Schäuble sagt Griechenland selbst für den EU Austritt weitere Hilfen zu, warum also soll man überhaupt noch wählen lassen, es reicht doch ein von der EU oder vom griechischen Präsidenten eingesetzter Verwaltungswirt, der Milliarden an die Auftragnehmer von Rüstungsgütern und anderen Finanzmitteln an andere Schuldner verwaltet und den Schuldnern, sprich Banken das Kapital gerecht zuteilt, dass Schäuble so generös zur Verfügung stellen will, nicht sozialen Aufgaben, der Infrastruktur gar. Die Einnahmen gewisser Staaten müssen erhalten bleiben, was zählt, ist das, was exportiert wird und dessen Bezahlung.

Was aber, wenn auch andere Bürger beginnen sich gegen dieses verlogene System der Exportaufrechterhaltung, Wachstum für Wenige, Umversteilungssystem zu wehren, weil dadurch der eigenen Bevölkerung jene Steuereinnahmen nicht mehr zur Verfügung stehen?

Der Bürger ist schließlich nicht dauer-dämlich, durchschaut den Direkthandel zwischen Wirtschaft und der Bezahlung ihrer Produkte aus Steuermilliarden und -billionen per Bankenalimentierung immer besser ,für Rüstungsgüter, dem Export und Wachstum dienend, derweil EU-weit Straßen zu Wüstenpisten und Schulen zu maroden Ghettogebäuden verkommen, die den Namen nicht mehr verdienen, Renten in direkte Altersarmut führen, sichere Arbeit eine Farce, Minilöhne und Lohndumping an der Tagesordnung sind.

Demonstrationen, Bürgerproteste, noch nimmt man sie hin, aber wie lange noch, und was geschieht, wenn diese größer werden, die Bürger nicht aufhören zu protestieren? Um Deutschland muss man sich keine Sorgen machen, was das betrifft, den der Deutsche fühlt sich nicht betroffen, hier funktioniert die Augenwischerei der Politik noch recht gut, zudem ist der deutsche Bürger ein Kriecher vor dem System und seinen Ordnungskräften, er errötet vor Scham, versinkt fast im Boden, wenn er diese, und sei er unschuldig, auch nur sieht, er fühlt sich schuldig, wurde gut erzogen, ganz im Sinne der Mächtigen.

Deutsche sind zudem hervorragende Blitzableiter, denen man mit Erfolg einreden kann, andere Menschen seien an ihrem Elend selbst Schuld, die jedem die Schuld zuschieben, außer sich selbst, die nicht gelernt haben, Zusammenhänge zu analysieren, interpretieren. Solange auf dem Grill die Wurst brutzelt und irgendwo ein Ball rollt, ist der Deutsche rundum zufrieden. Eigentlich die besten Amerikaner, Ellenbogen und Faust raus, pöbeln gegen die Schwachen, solange es einem noch halbwegs gut geht.

Bereits jetzt schreit einer der Mächtiges des Staates danach, die 5% Hürde zu versenken, denn die Wähler wandern ab, wollen beteiligt werden, politisch mitbestimmen auch darüber, wie mit ihrem Kapital umgegangen wird, die Eliten wähnen sich in Gefahr, denn das geht nun wirklich nicht, der Bürger könnte das stillschweigende mafiöse System zu Fall bringen, durch politische Beteiligung an Stühlen sägen, am Finanzverteilungs-System von Steuergeldern zu Banken und Wirtschaft etwas ändern. Und das kann und darf nicht sein. Man stelle sich nur einmal vor, einem wie Roman Herzog, dessen Alimentierung eventuell beschnitten würde, somit sein Wohlstand, sieht sich betroffen vom politischen Gestaltungswillen der Bürger, so ist es absolut verständlich, ihn durch Gesetzesänderung, was das Wahlrecht und die Hürden für den Einzug in den Bundestag betrifft, von Mitbestimmung ausschließen zu wollen.

Was aber, wenn es dazu käme, man jene Hürden anheben würde, der Bürger dagegen protestierte, wenn plötzlich auch in Deutschland die Menschen die Straßen für ihre Proteste tagelang belagern würden? Keine Sorge, man hat, was man natürlich in der Normalpresse nicht liest, weil es so heimtückisch ist, längst für solche Fälle vorgesorgt, seitens der EU. Glauben Sie nicht? Ist aber so.

Die Begriffe INDECT und Eurogendfor haben Sie noch nie gehört? Dann fragen sie sich doch bitte einmal, woran das wohl liegt, und fragen sie auch bei ihrem Abgeordneten einmal nach, fordern Sie eine Rechtfertigung für jene Überwachungsmaßnahmen der Indect und für die Polizeitruppe zum Abwürgen von Bürgeraufständen in der EU, der Eurogendfor. Mal sehen, ob ihr Abgeordneter davon weiß, und wenn, ob er bereit ist beim nächsten Parteitreffen darüber mit ihnen zu diskutieren, an einem Wahlstand auf der Straße gar, in aller Öffentlichkeit, und seien sie froh, wenn sie nicht einen Politiker ansprechen, der sie umgehend von seinen Bodygards entfernen oder gar von der Polizei verhaften lässt.

Eurogendfor und INDECT sind nämlich so brandheiße Themen, dass die Menschen sich mit ihnen nur dann befassen können, wenn jemand sie mit der Nase darauf stößt. Wir machen das hiermit, weil sowohl die EU Eingreiftruppe, als auch das Überwachungssystem ein Skandal sind und mit Demokratie haben beide absolut nicht mehr zu tun, das sind Mittel, derer sich allenfalls Diktaturen bedienen. Eurogendfor ist eine Militärgruppe, die zum Zwecke der Bekämpfung innerer Unruhen auch der EU zur Verfügung gestellt wird, INDECT ist ein Überwachungssystem, das alles, was Orwell beschrieben hat, wie einen Witz aussehen lässt.

Was also passiert, wenn es doch eine ART SÜD- und Nord-EU geben sollte und irgendwann die Menschen der Nord-EU, eines Nordeuro in Massen protestieren? Dann dürfte die massive Gewalt der Eurogendfor zuschlagen, und wenn die Bürger erkennen, was im Hintergrund errichtet wurde, dann dürfte es zu spät sein, um sich zu wehren.

Und was die 5% Hürde betrifft, diese könnte sehr schnell zur Farce werden, spätestens in einer Großen Koalition nach der nächsten Bundestagswahl könnten die Altparteien zur Gesetzesänderung schreiten. Darum, die CDU gehört geschwächt, die FDP muß aus dem Bundestag fliegen, auch Die Grünen müssen zur Kleinstpartei werden. Die Piratenpartei muss ein zweistelliges Ergebnis erzielen, wünschenswerter Weise vor der CDU liegen, die Linke gehört in den Bundestag, die SPD gehört gestärkt. Wenn nur Rot-Rot Piraten möglich ist, ist das eine Option, die solche Gesetzesänderung vielleicht im letzten Augenblick verhindert, das sollte jedem Wähler bewusst sein, der nicht in einer EU-Diktatur enden will, denn genau daraus scheint derzeit alles hinzusteuern. Nie zuvor war offensichtlicher, wohin die Reise geht, und viel Zeit bleibt nicht mehr, wenn die Menschen dauerhaft politisch mitbestimmen wollen!

Und jetzt wissen Sie auch, warum Roman Herzog so laut nach der Anhebung der prozentualen Hürden ruft, warum eben Kleinparteien, genauer die Piraten nicht in den Bundestag einziehen dürften, aus seiner Sicht. Die Piraten nämlich sind Systemgefährder haben INDECT auf dem Kiecker und sind die erste Partei die jetzt in den Bundestag einziehen könnte, um auch daran zu rütteln, die sich früh mit dem Überwachungssystem befasst hat, Nachtigall ick hör die trapsen!

In diesem Sinne, einen „geruhsamen, ungestörten“ Sonntag noch und immer schön wegschauen und wegducken, buckeln …

 

©denise-a. langner-urso