Wer erstellt eigentlich die gelben Seiten?

©Tony Hegewald  / pixelio.de

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Ja, wer macht das eigentlich? Schließlich muss ja dieses Papierwerk irgendwo gedruckt werden, das uns in jedem Jahr erneut angeboten wird, obwohl viele Menschen für Auskünfte ohnehin das Internet bemühen, was ja um ein Vielfaches umweltfreundlicher ist.

Man fragt sich auch immer wieder, ob denn nicht viel zu viele dieser altertümlichen Bücher gedruckt werden, und ob eigentlich hin und wieder einmal die Benutzerzahlen mit denen der nicht abgeholten Werke verglichen werden. Schließlich benötigen ja Bücher unglaublich viele Materialien. Und auch wenn sie immer öfter aus Altpapier hergestellt werden, so ist eben auch das immer doch noch irgendwann ein kleiner Wald gewesen, der dafür abgeholzt werden muss. So, wie auch zu Weihnachten ganze Wälder abgeholzt werden.

Gut, manche Menschen werden jetzt sagen, das ist ja quasi ein Agrarprodukt, die Bäume werden doch eigens dafür gepflanzt, es sichert jede Menge Arbeitsplätze. Und ja, damit haben sie natürlich Recht. Aber ist es nicht irgendwie so wie mit der modernen Tierzucht, wo Schweine, Hühner und Rinder kaum noch so gehalten werden, wie es ihrer tierischen Würde entspricht? Ist so ein Baum nicht auch ein Lebewesen? Nur, weil Bäume nicht schreien und beim Fällen kein Blut fließt, heißt das doch noch lange nicht, dass wir so mit ihnen umgehen müssen, wie wir es tun. Jedes Lebewesen hat doch das Recht auf ein Leben, oder nicht. Ist ein Baum wirklich nur ein Wirtschaftsprodukt, um den wir uns also nicht kümmern müssen, weil er sich weder wehren noch schreien kann?

Jede Menge an Chemikalien wird auch benötigt, seien es nun Bleichmittel oder Farben, hinzu kommen unglaubliche Mengen an Wasser. Alles Dinge, über die wir hin und wieder einmal nachdenken sollten, bevor wir uns so ein riesiges Buch ins regal oder auf den Schreibtisch legen, oder nicht? Auch Strom wird übrigens bei der Herstellung benötigt, und die Kosten dafür tragen wir alle gemeinsam.

Etwas mehr Kosten- und Umweltbewusstsein ist manchmal also angebracht, wenn wir irgendwelche ganz alltäglichen Dinge beiläufig benutzen, und Telefonbücher sind dafür vielleicht gar kein schlechtes Beispiel. Natürlich ist es schön, ein richtiges Buch in der Hand zu haben, ansonsten macht mir das Lesen nämlich keine Freude. Bücher haben eine Seele. Aber steckt diese auch im Telefonbuch? Kann man dafür nicht doch lieber das Internet nutzen oder die Telefonauskunft bemühen, auch, wenn das Letzte etwas mehr kostet?

Etwas mehr Überlegung und Nachdenken über unsere Umwelt schadet nicht, und wir sollten das wirklich hin und wieder tun, bevor wir ein Produkt benutzen.

Ach ja, ich habe die Frage noch nicht beantwortet, wer denn eigentlich unsere Gelben Seiten und all die anderen Auskunftsbücher so herstellt, und die Antwort will ich ihnen hier geben. Der Trifels Verlag aus Frankfurt stellt diese Bücher her.

©denise-a. langner-urso

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