CDU und SPD: Parteienschrumpfen im Kochwaschgang

 

Es wundert einen derzeit nicht, warum sich immer mehr Wähler von den ehemaligen Volksparteien abwenden, denn was Wähler überhaupt nicht ab können, ist es, wenn Parteien sich augenscheinlich nur noch mit sich selber und ihrem Personal befassen, und wenn dadurch der Eindruck entsteht, für anderes, wie zum Regieren etwa, bleibt da kaum Zeit, man ist ja schon froh, wenn von denen noch jemand im Bundestag erscheint, statt sich irgendwo in einer Parteisitzung einfinden zu müssen, weil eine Sondersitzung und ein Parteitag den nächsten jagt.

Bei CDU und SPD hat man aber genau den Eindruck, die haben zu wenig anderswo zu tun.

Die Wähler haben die Grünen entdeckt, zumindest da scheint etwas wie Gelassenheit zu herrschen, da wird sich nicht zerfetzt, da überlebt selbst ein Herr Palmer, da hat ein Herr Kretschmer ebenso seine Berechtigung wie Habeck oder andere.

Da findet jeder Wähler irgendwo sein Plätzchen, Hauptsache der Streit hält sich in Grenzen, da scheint mehr zu interessieren, wie der Querschnitt der Gesamtwählerschaft tickt, statt sich wie bei CDU und SPD darauf zu versteifen, für auch noch den letzten nicht erreichten Wähler irgendeinen Kunstmenschen erschaffen zu müssen, um krampfhaft irgendwas einfangen zu können, was anderswo mit Leichtigkeit und ständiger Anpassung zu gelingen scheint.

Man kann sich einfach nicht irgendeinen Youtuber züchten, das wird nicht funktionieren, man kann sich auch nicht einfach eine eigene Nachrichtenredaktion backen, nur weil einem die normale Berichterstattung der bei uns freien Medien nicht passt, beides wird weder in der SPD noch in der CDU funktionieren, weil man sich damit lächerlich macht. Und man kann sich auch nicht bei Wählern anbiedern, indem man plötzlich zum Nachmacher-Hosenkacker mutiert, indem man sich demnächst vielleicht auch eine Doppelspitze verpasst.

Das ist viel zu durchsichtig, glaubt ohnehin niemand, dass dies nicht mehr Taktik als Ehrlichkeit wäre. Entweder man ist authentisch oder man ist es nicht. Niemand kann sich derart verstellen oder ändern, und kein Wähler würde es einer AKK glauben, wenn sie urplötzlich für die Homoehe oder verbesserte Sterbeselbsthilfe sprechen würde.

Sowohl CDU wie auch SPD haben ein massives Glaubwürdigkeitsproblem, beiden nimmt derzeit doch niemand mehr ab, dass es da noch um anderes als um Posten geht.

Wenn die Parteien so weiter machen, und danach schaut es aus, werden beide nah der 5% Hürde landen, denn beide halten sich eher wenig an den eigenen Koalitionsvertrag, tun alles um gegen- und nicht miteinander zu regieren, wodurch immer mehr auf die lange Bank geschoben wird.

Die Wählerschaft hat das mehr als satt, das sollten beide Parteien umgehend realisieren und sich lieber darum kümmern, wie man möglich schnell Neuwahlen organisiert. Irgendwann ist auch mal Schluss mit lustig, es reicht.

Irgendwo stand mal, man müsse seine Kraft für das Land einsetzen, das sehe ich derzeit eher nicht, und dass irgendwo in diesen schwierigen Zeiten des Umbruchs und zerrieben zwischen großen Blöcken, hier noch Schaden abgewendet wird, da habe ich auch meine Zweifel, wenn ich mir gerade so die Politik Chinas anschaue, und welches erpresserische Potential im Zusammenhang mit seltenen Erden im Raum steht. Das Land braucht eine Regierung, die sich auf das Lebenswichtige für dieses Land konzentrieren kann, und die nicht von einer Regierungskrise in die nächste stolpert. Macht dem ein Ende, die Zeit ist mehr als reif.

©denise-a. langner-urso

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