Cohen – Wie man sich die Präsidentschaft kaufen kann

 

In Amerika ist alles möglich, sogar dass skrupellose Clans sich die Präsidentschaft kaufen und irgendwie auch für die nächste Generation vorab buchen können, man muss nur bösartig und hintertrieben genug sein, man muss besser blenden können als die Konkurrenz. Öffentlicher und als durch die Befragung Cohens wurde am gestrigen Abend wurde das noch nie ausgesprochen, und wer sich im Umfeld solcher Menschen als Rechtsberater still verhält und jedes Verbrechen deckt, den spült es mit nach oben.

Nach außen erscheint das amerikanische System transparent, da wird im Vorfeld der Öffentlichkeit vorgespielt, die Präsidentschaftskandidaten würden von Kopf bis Fuß durchleuchtet, da wühlen die Medien samt Anwälten in jedem nur denkbaren privaten Dreck und sind doch gleichzeitig Helfer, wenn dieser unter den Teppich gekehrt wird und man fragt sich als Beobachter, wie es gehen kann, dass am Ende dann doch Skrupellosigkeit sich die Präsidentschaft kaufen kann.

Netzwerke spielen dabei eine Rolle, und Obama erscheint inzwischen immer mehr wie Irrtum der Geschichte, Trump dagegen und andere Präsidenten vor ihm, wie die Regel. Man will lieber nicht die eventuellen kriminellen Mittel anderer Präsidenten aus den Reihen der Republikaner und Demokraten kennen oder je erfahren.

Einmal im Amt können dann Menschen vom Format Trump Richter ernennen und es gruselt einen, wenn man nur einen Augenblick darüber nachdenkt, wie diese mit so einem Menschen verstrickt sein mögen, was sie vorab getan haben mögen, um von einem wie Trump ernannt worden zu sein. Das amerikanische System ist durch und durch marode und verkommen, wer jetzt noch glaubt, ein anderer Kandidat habe keinen Dreck am Stecken, dem ist wahrlich nicht zu helfen, denn ohne Netzwerke geht es nicht, es funktioniert so eine Kandidatur nicht mit hinreichend Geld und Summen, die ansonsten Unternehmen bewegen.

In den USA ist man stolz auf seinen Reichtum und auf die, die ihn sich erworben haben, doch niemanden scheint es zu interessieren, wie korrupt jene, die ihn haben, dafür gewesen sein könnten, reich ist reich, damit kaufst du Ärzte, Anwälte, Richter, Medien und Journalisten, einfach alles und jeden, der vor Gier nach jedem Cent geifert, damit kaufst du am Ende sogar das Präsidentenamt.

Ich denke, ein Charakter wie Trump ist die Regel, Obama war eventuell eine unglaublich großes Missgeschick und „Glücksschwein“, wobei man derweil auch daran immer mehr Zweifel bekommt und sich fragt, ob da im Umfeld und bei den Demokraten einfach nur bessere Schauspieler und Regisseure im Hintergrund die Fäden zogen, und ob da einfach nur weniger skrupellos und kriminell verfahren wurde, als bei Trump, der ja beratungsresistent bis zum Stehkragen ist, und ob Trump nicht einfach nur ein kriminelleres Netzwerk geknüpft hat, das anfälliger ist, wenn es um tatsächliche Straftaten geht, als Obama vor ihm, das mehr zu verbergen hat, als sein Vorgänger.

Dass jedenfalls in den USA einer Präsident wird, der durch und durch integer und sauber ist, daran habe ich derweil erhebliche Zweifel. Um Trump herum und im Umfeld der Republikaner jedenfalls scheint es abgrundtief schwarze, stinkende Abgründe von Korruption und verdeckter Kriminalität zu geben, sonst wären gestern gewisse Herrschaften in der Anhörung nicht vor Wut fast geplatzt.

Was im Umfeld Trumps möglich ist, was Präsidenten sich erlauben können, ohne belangt und aus dem Amt gehievt zu werden, das jedenfalls schlägt dem Fass den Boden aus, und es wird nicht besser dadurch, dass es Andeutungen gab, selbst Ermittler und andere staatliche Behörden könnten verwickelt sein, wenn von Boxes in Anwaltskanzleien gesprochen wird, die irgendwo bei Durchsuchungen verschwunden sein könnten.

In den USA wird man als Kandidat seiner Partei aufgestellt, nachdem man gründlich unter die Lupe genommen wurde und weil man eine weiße Weste hat? Falsch, in den USA wird man als Kandidat aufgestellt, wenn man genug gegen seine Befürworter, Gegner und angeblichen Unterstützer in der Hand und genügend Kapital hat oder versprechen kann, um den kompletten Background zum Stillschweigen zu bringen.

Aber was, wenn dieses Geld nicht mehr reicht? Dann sickert durch, was nie hätte ans Licht der Öffentlichkeit kommen sollen. Nur daran, dass dort jemand Präsident werden oder Karriere machen kann, der sich angeblich von ganz unten nach ganz oben durchweg sauber hochgearbeitet hat, daran mag glauben, wer sich die Hose mit der Kneifzange anzieht. …

©denise-a. langner-urso

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