Guten Appetit, Corona-Virus

Corona zeigt uns einmal mehr auf, woran es in diesem Land fehlt, welche Berufsgruppen von Berufseinsteigern gemieden werden, und viel zu lange ist klar, dass es genau diese Berufe sind, die massiv von Bürokratie entlastet gehören, denn die sind es, die eigentlich erst gesundes Wachstum ermöglichen, weil dadurch überhaupt erst Handel möglich wird und aufrecht erhalten werden kann. Eine Krankenschwester, ein Arzt, die am Computer sitzen, fehlt am Patienten, aber es ist nicht nur der Pflegeberuf, es gibt viele andere Berufe im Umfeld, die ansonsten ehr nicht gesehen werden, wenn es um die Berufswahl geht.

Alles was sich mit Tierseuchen und übertragbaren Krankheiten beschäftigt, muss hier einmal erwähnt werden, dazu gehört alles im Umfeld von Lebensmittelkontrollen, jeder Beruf im Bereich Bakterien, Viren und Co und hier die Erforschung, Nachverfolgung und Verhinderung weiterer Ausbreitung, sei es im Umfeld von Menschen, die unsere Nahrung produzieren, seien es Forstbetriebe oder auch nur Handelswege und Produktion.

Kunst und Kultur werden die Welt nicht retten

Derzeit sind ja besonders Virologen im Focus, natürlich aber stecken hinter jedem Virologen auch alle Mitarbeiter, auch hier gibt es endlos viele weitere verschiedene Berufe. Umso erstaunter ist man da, dass ausgerechnet in diesem Jahr politisch eher Kunst und Kultur im Focus stehen, wenn es um politische Aufmerksamkeit, Fördergelder und Schutz geht, wenn man sich anschaut, welche Berufe junge Menschen am meisten zu interessieren scheinen, denn schaut man sich einmal die berüchtigten Portale Wohnungssuchender an, so stellt man anhand dessen, wie sich da beschrieben wird, ziemlich bald fest, vorwiegend wollen junge Menschen offenbar nur wenige Dinge: Brettspiele, Bier und gemeinsam feiern, eher selten Ruhe fürs Sudium, außer, man will meditieren.

Speziell wird herausgestellt, wie umweltbewusst man sei, wie vegetarisch, vegan, welche unendlich vielen Fernreisen und Praktika man so gemacht habe, welche Fremdsprachen man perfekt beherrscht, und schaut man dann auf das Alter der Suchenden, wird schnell klar, die müssen vermutlich alle einen IQ von mindestens Stephen Hawking oder weit darüber haben, weil so viel Erfahrung ansonsten wohl kaum möglich sein kann, derart viel Wissen mit knapp 25. Nur um einmal den ungefähren Durchschnitt derer zu nehmen, die sich dort als Suchende anbieten.

Das Studium wird da zur schönsten Nebensache der Welt, meditierende und gemeinsam vegetarische Gesprächskreise, die anschließend Spieleabende in Bier und Wein ertränken, stehen im Vordergrund, und natürlich ist man auch Fotograf und spielt diverse Instrumente selbst. Aus dem ernsthaften Bereich, der sich mit Wissenschaft beschäftigt kaum etwas dabei, wenn man von Psychotherapeuten mal absieht, die sich alle während ihrer kurzen Lebenszeit selbst ausgebildet haben müssen und in Foren für Wohnungssuchende als gut zuhören könnende Spezialisten bezeichnen, deren Türen natürlich besonders gern nachts anderen Mitwohnenden für tiefgründige Gespräche offenstehen.

Generation Greta: oberflächlicher gehts nicht

Da also ist sie die Kunst, Lebenskunst ohne Tiefgang und Aufwand, und wer das finanziert, will man lieber nicht fragen. Einen Staat jedenfalls kann man damit dauerhaft nicht finanzieren, am Laufen halten gleich gar nicht, und doch ist es genau o eine Generation, die politisch derzeit besonders zu Tränen rührt, besonders im Focus steht, weil da spielt die Zukunft, da kann man neue Wählerstimmen generieren, weshalb man da natürlich auch versuchen muss, Wohnraum möglichst billig zu machen, man will ja niemanden verärgern, schon gar nicht, wenn diese Gruppe vom Bett direkt in den Hörsaal fallen will und ohnehin höchstens ein Fahrrad bedienen will, das man ein paar Meter von a nach b zu bewegen gedenkt, weil man nach all den Gesprächsrunden ansonsten täglich zu spät in den Universitäten erscheinen würde.

Das Virus derweil freut sich, die Ausbreitung ist garantiert, denn wird einem die eigene Welt zu klein, reichen die wenigen privaten Kontakte nicht, weil man so viel Gemütlichkeit bis in die Morgenstunden dann eben doch dauerhaft nur schwer erträgt, muss der Kreis halt massiv um ein paar 100 andere Gesprächsteilnehmer erweitert werden, weil man die nichtssagende Einsamkeit nicht erträgt, die Nähe, die nicht dazu geeignet ist, tiefe Freundschaften zu bilden, die länger hält, als man die Mitwohnenden ertragen muss, derweil es einen rein gar nicht interessiert, ob das nächste Virus nicht eventuell gerade auf dem Weg ist sich über angeblich so tolle neue Nahrungsmittel wie Insekten zu verbreiten.

Guten Appetit Virus, der Nachwuchs hat an dir kein Interesse

So muss man den derzeitigen Zustand wohl umschreiben, dabei wäre es so wichtig gerade jetzt da politisch anzusetzen, woran es zu mangeln scheint, an Bildung jener, die demnächst für gegen Tierseuchen kämpfen, Lebensmittelsicherheit und Gesundheitswesen aufrecht erhalten müssten, an mehr Ernsthaftigkeit zu arbeiten, am Schulsystem anzusetzen, das Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit vermissen lässt, Hauptsache alles kann sich selbst und seinen Nächsten studieren, auch wenn diese Art des Studierens eher in ewiger Suche nach irgendetwas enden wird, das so nicht zu finden ist und keine Jobs schafft, keinen Wirtschaftskreislauf aufrecht erhalten kann.

Schule, Studium und Berufsausbildung müssen endlich wieder als das gesehen werden, was sie früher einmal waren, Lehrjahre und keine Herrenjahre. Und der Fokus muss mehr auf Wissenschaft statt Kunst und Kultur gelegt werden, dahin gehört investiert, bereits in Kindergärten, nirgendwo sonst und Bürokratie gehört umgehend zurückgefahren damit es in dem Bereich endlich vorangeht. Ganz ehrlich? Mir reicht es nicht, wenn Schulabschlüsse auch vergeben werden, wenn es eventuell gerade dafür reicht ein einziges Buch auswendig herunter beten zu können, das man nicht einmal mit anderen vergleichen und selber lesen musste, Schulabschlüsse gehören an jene, die dazu in der lage sind nach dem Kindergarten die ersten Worte zu lesen, ein O zu schreiben und die im weiteren Schulverlauf zu Beginn im ersten Schuljahr das erste Buche lesen und im weiteren Verlauf auch darüber reden und interpretieren können, die in den ersten vier Schuljahren pro Jahr ein Buch und danach vier je Kind beschrieben haben, so dass umfassend auch in dem Bereich Sprache und Verständnis für Zusammenhänge geprägt wurde.

Bildung zur Selbstständigkeit schaut massiv anders aus

Bildung ist etwas anderes als was daraus derweil gemacht wurde, und ab der 6. Schulklasse gehören Bücher in den Unterricht, die Zusammenhang herstellen im Bereich Geschichte und Erdkunde, Zeitungsartikel auch in anderen Sprachen. Wohl denen, die so eine schulische Bildung noch erfahren durften, denn die gab es früher einmal. Und dort wurde dann Fachübergreifend auch Systemvergleich gelehrt. Ich sag es ja nur, aber die Seichtheit muss endlich ein Ende haben. Und wenn dann auch noch beste Bildung in alles wissenschaftlichen Grundlagen hinzu kommt, dann kommen wir auch wieder auf Wege, die nobelpreiswürdige Forschung bei uns erlauben. Und wie nötig all das ist, beweisen die Querdenker und Wissenschaftsignoranten (auch in politischen Parteien) öfter als genug. Manchmal ist ein Resetknopf gar nicht so falsch, manchmal braucht es Medizin statt Zuckerkügelchen, und manchmal braucht es einfach nur viel politischen Mut und die Verdrängung der Angst vor dem Wähler.

Dressur ist keine Erziehungsform

Und Elternseitig? Ein Kind, das nach dem ersten Schuljahr den kurzen Schulweg noch nicht alleine bewältigt, das nie auf Bäume klettern darf, nie unterschiedliche Tiere gesehen hat, die bei uns leben, gegessen werden, das nie in Pfützen springen und sich einsauen darf, hat schon verloren, und wenn es mit 10 Jahren sein Brot nicht selber schmieren und ein paar Stunden sich alleine daheim beschäftigen kann, wird richtig unabhängig und selbstständig auch in den Jahren danach nicht werden. Die Zeit der Klmmeraffenmuttis, die jeden Schritt mit Videos begleiten, derweil sie auf Spielplätzen Olympiaden um die saubersten Kinder bei Latte feiern, muss endlich wieder vorbei sein. Kinder müssen zuerst wieder lernen, wie sie daheim Eltern widersprechen, da gehört die erste Auseinandersetzung mit dem System hin, nirgendwo sonst, denn sonst bricht sie sich später auf den Straßen Bahn und Bürger müssen mehr mitreden können, und tun sie es, so hat Politik gefälligst wieder zu lernen, das dann auch zu akzeptieren und nicht wie in Berlin unter R2G einfach vom Tisch zu wischen und zu ignorieren, weil es nicht zur eigenen Ideologie passt, wie wir ja auch immer erwarten, dass Mädchen anderer Kulturkreise hier ihren Eltern eigentlich widersprechen sollen dürften, wenn es um den eigenen Körper, die eigene Zukunft geht.

Nur wenn das auch bei uns in den Familien wieder Tagesordnung wird, kann mann es anderen abverlangen. Dressur gehört dann jedoch eher nicht dazu, doch genau das leben in Berlin gerade die Parteien vor. Und darüber gehört endlich offen geredet, bundesweit. Über Dressur freuen sich dann nämlich Viren, weil Dressurtiere hinter dem Rücken ihrer Herren, oder wenn es zu viele werden, man sie zu sehr dressiert, und in Abwesenheit derer, die sonst das Sagen haben, genau eins nicht tun werden, das was andere von ihnen verlangen. Umgekehrt darf es nämlich auch nicht laufen, auch in Familien nicht, dass Kinder ihren Eltern vorschreiben, wie sie zu leben, was sie zu essen haben, gesunde Auseinandersetzung gehört dazu, und die scheint kaum noch existent, wie politisch oft auch nicht, manchmal gehört dann eben auch ein Bruch, eine Trennung dazu, denn das belebt die demokratische Auseinandersetzung. Ein dauerndes weiter so nur wegen irgendwelcher Posten ist schädlich und führt auch bei Wählern zu Verdruss, schreckt ab, auch wenn Menschen sich engagieren möchten.

©denise-a. langner-urso

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