Wie Amerika die Menschenrechte umschifft


Wieder einmal werden in Amerika die Menschenrechte massiv verletzt, es geht um den Fall Manning, um den Mann also, der einfacher Soldat ist und dennoch angeblich Zugang zu den größten Staatsgeheimnissen Amerikas gehabt und diese veröffentlicht haben soll. Es geht um Wikileaks, und darum, wie dieser Jüngling der Welt die Brutalität der amerikanischen Soldaten zum Frühstück aufs Butterbrot schmierte. Eine Bestätigung der Brutalität, der amerikanischen Truppen, über die jeder weiß, dass sie existiert, dieser Zynismus, aber eben eine Sache, über die man nicht spricht. Das sind die amerikanischen Leichen, die man im Keller hat, die Welt weiß das spätestens seit dem Abu-Ghuraib-Folterskandal, der gewiss kein Einzelfall ist, will man nur wirklich wissen, wie es zugeht, man muß es nur wollen.

Eine unbequeme Wahrheit, und die will Amerika nicht kennen, Amerika lebt im Selbstverherrlichungswahn, das seine Staatskiller bejubelt, verehrt bis zur Affenliebe, egal, was sie taten, welche menschenverachtenden Folterungen sie begingen, wie viele Menschen sie an wie vielen Orten wegen Amerikas diverser ökonomischer und standortstrategischer Kriege auch begingen, egal welcher Verbrechen man sie anklagen würde, wären sie eben nicht Soldaten, sondern ganz normale Menschen gewesen. Einmal Soldat, immer ein Held, und dabei ist es unwichtig, wie viele versteckte Greueltaten der Soldat begangen hat, es ist ja nur Zufall, wird es bekannt, veröffentlicht, bricht die Spitze des Eisbergs einmal kurz ab, der kriegerische amerikanische Winter, er ist lang, sie wächst schnell wieder nach.

Über die Wächter in den amerikanischen Haftanstalten, die an sich selbst in die Psychiatrien des Landes und nicht auf solche Posten gehören, spricht niemand, über die mißhandlungen, die immer wieder angeprangert werden nicht, über das Abschlachten von zum Tode verurteilten mit Giften, mit denen man Tiere einschläfert gleich gar nicht.

Auch über Manning würde an sich niemand reden, so, wie derzeit die Medien über die diversen Gefangenenlager der Amerikaner beharrlich schweigen. Wer denkt momentan noch an Guantanamo, den dortigen Folterskandal oder an „Die Insel der Schande“, wie der Tagesanzeiger sie nannte, wer überhaupt weiß davon, wer will es wissen? Auch der Spiegel hat sich einst mit dem kleinen Inselchen befasst, er nannte „Diego Garcia die Insel der Vergessenen„. Barack Obama hatte einst versprochen, Guantanamo zu schließen, aber was ist daraus geworden? Eine geplatzte Luftblase, und die Republikaner, sie werden daran nicht erinnern, selbst im bereits gestarteten Wahlkampf nicht.

Und Amerika hat sich nicht geändert, wird die Zustände ohne massiven öffentlichen Druck auch nicht ändern, dieses Land, das den dortigen Ureinwohnern ihr Land abgeschossen, es ihnen aus dem Leib herausgeprügelt und gefoltert hat. Amerika ist was das betrifft rücksrändiger als der Iran, es foltert, mordet und quält Menschen vor unser aller Augen und bei seinen Hinrichtungen vor den Augen der gesamten amerikanischen Öffentlichkeit, nach wie vor.

Nun also Manning, der überhaupt nur ab und zu zur Schlagzeile wird, weil er „noch“ zu bekannt ist, um ihn einfach totzuschweigen, und doch muß genau dieser mißhandelte Soldat, dem das, was man ihm vorwirft noch nicht einmal bewiesen wurde, im Blickpunkt bleiben, am besten Tag für Tag. Heute ist es der Spiegel, der zwischen Atomreaktoren nach Erdbeben und Afrika über das Schicksal dieses Mannes berichtet, der als kleiner Soldat ein gesamtes Land verraten haben soll, was an sich kaum möglich sein dürfte, wäre es doch eine üble Blamage für dieses angeblich so gesicherte Land, hätten Hinz und Kunz und selbst der Müllkutscher vom Dienst Zugriff auf jene Daten, von denen ein Land im Verfolgungswahn meint zu glauben, Manning habe sie an Wikileaks und den Rest der Welt verraten. Haftbedingungen von Bradley Manning- darüber also berichtet der Spiegel, und er tut hut daran, denn Manning, er steht für alle, die im psychopatischen Amerika in den Fängen der Justiz landen, er ist Stellvertreter aller, die unbeobachtet bereits wieder und weiter in Guantanamo tagtäglich mißhandelt werden, wenn die Welt abgelenkt ist. Und dazu darf es nicht kommen. Daher alleine schon darf man sich nicht für den Bodenkrieg unter amerikanischer Beteiligung in Lybien aussprechen. Jeder andere gerne, nicht Amerika, denn wer weiß schon, welche Menschen dann wohin verschwinden? Wer fragt schon nach jenen, die in Afghanistan verschwinden, wo die Amerikaner wüten? Wer fargt, wenn nicht Medien?

Amerika, diese Rieseninsel, die meint, täglich könnten an ihren Küsten Paddelboote anlanden und den Kontinent mit Kriegern anderer Nationen schwemmen, vorrangig aus der arabischen Welt, versteht sich, und die Menschen, jene die weit verstreut im treudummen tiefreligiösen Hinterland und nicht in Großstädten leben, ihnen werden selbsternannte Prediger das auch täglich neu in diversen Radio- und Fernsehsgows vorbeten, ihnen das Hirn putzen, weil es am bequemsten ist, sich mit der Vermehrung des eigenen Viehbestandes und weil eben von Feinden umzingelt mit der Nichtabtreibung in Zeiten von Überfremdung alleine schon durch kriminelle Mexikaner zu befassen.

Und was treiben eigentlich westliche Politiker? Sie fahren nach China und huldigen dem dortigen Despotismus, wobei sie nebenbei wenigstens noch Einzelschicksale ansprechen, sich ansonsten aber eher um wirtschaftliche Zusammenarbeit bemühen. Aber wann spricht Merkel in Amerika den Fall Manning offen an? Wann spricht unser Nochaussenminister Westerwelle den Fall Manning an? Interessiert das nicht, weil Manning kein deutscher Staatsbürger ist, weil man wie im Iran sich nicht noch neben dämlichen Bild-Journalisten ins Rampenlicht setzen kann, einer Bank einen Deal zuschustern kann??
Angebliche Wikileaks-Quelle Bradley Manning „Illegal und verfassungswidrig“, so titelt die Süddeutsche Zeitung und beschreibt dort in ihrem Artikel, wie der angebliche WikiLeaks-Informant behandelt wird.

Wann also tritt Frau Merkel oder unser Aussenminister Westerwelle öffentlich Obama in den Allerwertesten und rügt die Behandlung Mannings? Die Unterscheidung von Menschen und Menschen und Recht und Recht speziell unter Merkel ist ein Deasaster ohnegleichen, wie man daran sieht, wie über Menschen hergezogen wird, die trotz Arbeit HartzIV beziehen müssen. Wen wundert es da, wenn dieser schwarz-gelben angefaulten Bananenregierung die Rechte eines Gefangenen der Amerikaner völlig am Allerwertesten vorbeigehen? Aber natürlich will man wie bereits in der Lybienfrage nicht erneut einen so guten Freund vor den Kopf stoßen, einer erneute völlige Fehlentscheidung also, wenn es um Menschenrecht und Recht geht, und bei „liberaler“ Beteiligung einer Partei, die einen Genscher beheimatet überhaupt nicht nachvollziehbar! Das ist ja schon fast Beihilfe zum Nichtstun der Kanzlerin, damit billigt die FDP dass Merkel eben diese massiven Rechtsverletzungen des Bradley Manning ignoriert! FDP, wie tief bist du gesunken, und CDU, das christliche lag die nie ferner!

©denise-a. langner-urso

Wiki- Bradley Manning