Wirtschaft: Wer Maschine vor Mensch setzt, verachtet den Menschen

 

Uns soll ja inzwischen eine wunderschöne neue Welt voller Computerwesen verkauft werden, doch inzwischen wird in dem Bereich massiv übertrieben, meine Meinung, denn wer seine Mitmenschen nur noch zu Helfern von Maschinen macht, der ist unmenschlich, der denkt nur noch an Profite, an nichts sonst, und bei mir zieht auch das Argument von Arbeitsentlastung nicht, denn die Maschinisierung muss auch Grenzen haben, sonst vergessen wir, was überhaupt Menschlichkeit bedeutet.

Um Krankenschwestern beim Heben zu helfen, gerne, doch der Mensch gehört zum Menschen, weil, und das mag ziemlich weit an den Haaren herbeigezogen erscheinen, der Mensch ansonsten verkümmert, ich möchte hier nur Wolfskinder anführen, über die und deren Entwicklung in dem Zusammenhang auch nachgedacht werden muss. Unternehmen, die so arbeiten müssen oder wollen, wie unter diesem Link beschrieben, weil sie sonst nicht mehr am Markt mithalten können, die haben aus meiner Sicht am Markt schlichtweg nichts zu suchen.

So ein Unternehmen denkt vorwiegend an Profite für sich und seine Aktionäre, an niemanden sonst, der Mensch nämlich ist da quasi unerwünscht, weil er nur noch als störender Kostenfaktor und Kostentreiber gesehen wird, und ich spreche so einem Marktteilnehmer auch komplett ab, sie überhaupt mit Menschen befassen zu wollen. Da geht es nämlich alleine darum, wie man sich Auseinandersetzungen mit Mitarbeitern, Streiks, Streit um Lohnerhöhungen und, und, und erspart.

Der Mensch stört, die Maschine wird nicht krank, kann 24 Stunden arbeiten, braucht keinen Urlaub, darauf läuft es hinaus, auf nichts sonst, und wer in dem Bereich der Wartung dieser Roboter überhaupt noch arbeiten darf, der gehört dann wohl eher zu denen, der dreimal täglich seinem Unternehmer die Füße zu lecken hat, damit er dort überhaupt noch angestellt wird, wenn man nicht gleich irgendwelche Fremdfirmen mit der Wartung, der eigenen Kapitalvermehrungsflotte beauftragt, um auch an dieser Stelle noch Menschen einsparen zu können, die nichts als Ärger und Kosten verursachen könnten.

So wie oben verlinkt, soll also die Zukunft ausschauen? Nein Danke, das geht definitiv zu weit. Ich als Mensch und Empfänger werde immer Unternehmen bevorzugen, die mir den Mitmenschen nicht nehmen, den menschlichen Kontakt. Mag ja sein, dass es Leute geben mag, die das anders sehen, aber ich ziehe immer die Verkäuferin der Bezahlmaschine vor, sofern ich die Wahl habe und man sie mir lässt. All das mag ja zeitweise ganz nett aussehen, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dauerhaft jeder Mensch sich dafür entscheiden würde, den Kontakt mit Menschen weitgehend zu vermeiden, nur um immer mehr Zeit zu sparen, nur um immer schneller zu sein.

Ich halte es für entscheidend, dass uns immer und zu jedem Zeitpunkt die Wahl zwischen Mitmensch und Maschine bleibt, sehe aber auch, dass die Entscheidung demnächst sich Unternehmen teuer bezahlen lassen werden. Willst du einem Mitmenschen begegnen, von ihm bedient werden, dann zahl dafür.

Ich werde nicht hinnehmen, dass es daraus hinausläuft, aber das wird es, wenn Politik sich darauf einlässt, nur weil sonst irgendjemand mit dem Niedergang seines Unternehmens droht, da entstehen gewaltige Erpresserpotentiale und das darf nicht zugelassen werden, denn dann ist der Mensch nichts mehr wert, wozu braucht es dann überhaupt noch Menschenrechte?

Mensch an erster Stelle, das hat so zu bleiben, völlig entmenschlichte, so gut wie entmenschlichte Unternehmen dürfen nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Ich als Mensch will frei entscheiden können, wer mich wie bedient, und es muss immer teurer bleiben, den Maschinenweg als den Weg über den Mitmenschen zu gehen. Wenn zwei Unternehmen am Markt sind, werde ich mich nie für einen Roboter entscheiden, und die Auswahl hat zu bleiben. Ich glaube, wir verlieren derzeit uns selber aus dem Blick und genau das hat nicht zu passieren, dahin darf sich Politik nicht jagen lassen und wir übrigens auch nicht. Ich jedenfalls werde so einem Unternehmen keinen einzigen Cent in den Hals schieben, und wenn das kaum jemand tut, dann haben solche Unternehmen auch keine Chance am Markt.

Eine Maschine aus Stahl, die mir ein Paket in die Hand drücken will? Vergesst es, vorher baue ich ein Schloss an der Gartentür ein und nachher gehe ich dahin, wo mir ein Mitmensch das Bestellte übergibt und ich vielleicht noch ein Schwätzchen halten kann, mit einem Mitmenschen, sonst soll das Paket da verschimmeln, wo es ist, dann wird es auch nicht abgeholt. Ganz ehrlich? Wer mich als Kunden so behandeln will, der will mich nicht als Kunden, dem bin ich als Mensch völlig egal, so egal, wie mir bereits heute solche unternehmerischen Versuche sind.

Für mich und aus meiner Sicht, habt ihr am Markt nichts verloren, das wird sich auch nicht ändern, niemals, und ich hoffe, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der so denkt. An mir jedenfalls werdet ihr nicht wachsen und keinen müden Penny mit mir verdienen. Und ich bin übrigens auch nicht der Hampel, der sich von euren modernen Fahrzeugen komplett die Butter vom Brot nehmen lässt. Ich bin der Herr der über den Dingen steht und sie kontrolliert und bleibe es, nicht eine Maschine, und sei es nur das Auto. Maschinen als unterstützende Hilfsmittel gerne, aber keinen Millimeter weiter. Irgendwann ist auch mal gut.

Bitte, Danke.

Und jetzt mache ich mir fast ohne Maschine und schön mit der Hand, ganz so wie vor der Erfindung der Kaffeemaschine, einen wunderschönen Kaffee. Das kann ich nämlich auch ohne ganz alleine, und ob ihr es glaubt oder nicht, ich wasche anschließend auch ganz ohne Maschine das schmutzige Geschirr ab. So, nun wisst ihr Bescheid. …

©denise-a. langner-urso

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